{"id":46641,"date":"2020-10-30T17:22:08","date_gmt":"2020-10-30T16:22:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steinrein.com\/glossar\/terrazzo"},"modified":"2026-09-15T14:49:45","modified_gmt":"2026-09-15T12:49:45","slug":"terrazzo","status":"publish","type":"wppedia_term","link":"https:\/\/www.steinrein.com\/at\/glossar\/terrazzo\/","title":{"rendered":"Terrazzo"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Terrazzo ist ein fugenloser Bodenbelag, der bereits seit fr&uuml;hesten Zeiten bekannt ist, die &auml;lteste nachgewiesene Verwendung ist bereits 8.000 v. Chr. belegt. Es handelt sich beim Bodenbelag aus eine Mischung aus Gesteinssplitt und einem Bindemittel, das die unterschiedlichen Gesteinsk&ouml;rnungen im M&ouml;rtelbett zusammenh&auml;lt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Traditionell wird Terrazzo direkt vor Ort abgemischt und eingebaut (Ortsterrazzo). In heutiger Ausf&uuml;hrung wird als Bindemittel vor allem Portlandzement (in wei&szlig; oder grau) verwendet, der Einbau der sogenannten Vorsatzschicht (M&ouml;rtelbett-Schicht), die die Gesteinsk&ouml;rnungen enth&auml;lt, erfolgt auf einer Unterschicht aus Zement. Damit ist er ein Estrich im klassischen Sinn und entspricht dabei auch der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Estrich\" target=\"_blank\" aria-label=\"DIN 13318 (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"ek-link\">DIN 13318<\/a>. Terrazzo geh&ouml;rt technisch gesehen in die Gruppe der Nassestrich-B&ouml;den.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Terrazzobelag wird danach noch gewalzt (verdichtet), wodurch sehr viel Zementleim aus der Vorsatzschicht gedr&uuml;ckt wird und die K&ouml;rner damit noch n&auml;her aneinanderr&uuml;cken. Danach wird der Bodenbelag geschliffen, wodurch besonders farbige Zuschl&auml;ge sehr gut sichtbar werden. Als Standardgr&ouml;&szlig;en kann man dabei von einem Gr&ouml;&szlig;tkorn von 16 mm bei den Zuschl&auml;gen ausgehen, woraus eine Aufbauh&ouml;he von 35 mm resultiert, von der bei den Schleifvorg&auml;ngen rund 5 mm abgeschliffen werden. &Uuml;blicherweise werden dabei mehrere aufeinander folgenden Schleif- und Spachtelvorg&auml;nge ausgef&uuml;hrt, um die durch das Schleifen entstehenden Poren zu verschlie&szlig;en. Nach Abschluss aller Schleif- und Spachtelvorg&auml;nge wird der Bodenbelag versiegelt und impr&auml;gniert, daf&uuml;r k&ouml;nnen Wachse, &Ouml;le oder bestimmte Polymere oder auch eine Fluatierung verwendet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das verwendete Bindemittel kann dabei auf Wunsch auch eingef&auml;rbt werden, um eine besondere Optik des Bodens zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"historische-terrazzo-belaege\">Historische Terrazzo-Bel&#xE4;ge<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der &auml;lteste terrazzo-&auml;hnliche Belag wurde in der s&uuml;dlichen T&uuml;rkei gefunden und datiert auf ungef&auml;hr 8.000 v. Chr. Bei diesem Boden wurden Kalksplitt (aus <a href=\"https:\/\/www.steinrein.com\/at\/glossar\/kalkstein\/\" title=\"Kalkstein\" tabindex=\"0\" class=\"wppedia-crosslink\" data-post_id=\"46967\">Kalkstein<\/a>) als Gesteinsk&ouml;rnung und Kalkm&ouml;rtel als Bindemittel verwendet, der Bodenbelag wurde danach eingeebnet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sehr weite Verbreitung fanden Terrazzob&ouml;den in der r&ouml;mischen und griechischen Antike. im R&ouml;mischen Reich kam dabei vor allem das bekannte Opus Signinum zum Einsatz, ein Betonm&ouml;rtel der vor allem aus weichem Ziegelbruch, aber auch aus anderen Gesteinen wie Marmor, <a href=\"https:\/\/www.steinrein.com\/at\/glossar\/kalkstein\/\" title=\"Kalkstein\" tabindex=\"0\" class=\"wppedia-crosslink\" data-post_id=\"46967\">Kalkstein<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.steinrein.com\/at\/glossar\/dolomit\/\" title=\"Dolomit\" tabindex=\"0\" class=\"wppedia-crosslink\" data-post_id=\"47115\">Dolomit<\/a> enthielt (im Gegensatz zum Opus Caementitium, das gr&ouml;bere Zuschlagstoffe und vulkanische Puzzolane enthielt und f&uuml;r statisch stark belastete Bauwerksteile verwendet wurde). War ein h&auml;rterer und gut tragf&auml;higer Bodenbelag gew&uuml;nscht, verwendete man als Zuschlagstoffe Granitsplitt und Flusskies.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Mittelalter geriet der Terrazzo-Boden, wie viele r&ouml;mische Errungenschaften (unter anderem auch Abwasserkan&auml;le und wassergesp&uuml;lte Toiletten) zun&auml;chst einmal in Vergessenheit, in Italien wurde der antike Bodenbelag in der Renaissance aber wiederentdeckt und vermehrt wieder eingesetzt, zum Teil gemeinsam mit den ebenfalls in der r&ouml;mischen und griechischen Antike &uuml;blichen Boden-Mosaiken, die auf &auml;hnliche Weise gefertigt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In unseren Breiten waren Terrazzob&ouml;den dabei im Mittelalter kaum verbreitet, auch in der Renaissance nicht. Erst in der Gr&uuml;nderzeit im ausgehenden 19. Jahrhundert wurden sie bei uns als hoch belastbarer Bodenbelag wiederentdeckt und kamen h&auml;ufig in &ouml;ffentlichen Geb&auml;uden mit hohem Publikumsverkehr, aber auch in den Treppenh&auml;user von Wohngeb&auml;uden vermehrt zum Einsatz. Daneben setzte man sie auch in K&uuml;chen und B&auml;dern h&auml;ufig ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei empfindlichen Steinfl&auml;chen oder unklarem Untergrund sollten Sie Material, Zustand und das geeignete Verfahren vor der Behandlung durch einen Fachbetrieb pr&uuml;fen lassen. So vermeiden Sie Sch&auml;den durch ungeeignete Reinigungs- oder Pflegemittel.<\/p>\n\n\n<div class=\"mt-4 mb-4 inquiry-link-left\">\n\t<span class=\"bg-arrow font-bold text-white relative inline-block p-2\">\n\t\tKostenloses Angebot anfordern in nur zwei Minuten\t\t<\/span>\n\t<div class=\"clearfix\"><\/div>\n\t<a class=\"button\" href=\"https:\/\/www.steinrein.com\/at\/anfrageformular\/\">Jetzt anfordern<\/a>\n\t<img decoding=\"async\" class=\"sketch-arrow inline-block\" src=\"https:\/\/www.steinrein.com\/wp-content\/themes\/steinrein\/assets\/arrow-sketch.png\" width=\"58\" height=\"50\" alt=\"\">\n<\/div>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders in der Anfangszeit kamen auch bei uns vielfach noch unterschiedliche, mehrfarbige Fl&auml;chen und sogar ornamentale Muster zur Anwendung, in kleinen, abgegrenzten Bereichen waren auch Mosaike zu finden. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte der Terrazzo-Boden in der Wiederaufbau-Zeit eine neue Bl&uuml;te, allerdings fast &uuml;berwiegend in Form von deutlich weniger farbenfrohen Terrazzo-Platten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"terrazzo-platten\">Terrazzo-Platten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Terrazzo-Platten handelt es sich um einen industriell hergestellten Betonwerkstein in Plattenform, der sehr einfach verlegt werden kann. Das bietet einen Vorteil gegen&uuml;ber klassischen Terrazzob&ouml;den, die sehr aufwendig verlegt werden m&uuml;ssen. Alle Arbeitsschritte des Gie&szlig;ens, des Schleifens und der Nachbehandlung der Oberfl&auml;che entfallen damit. Sie werden einfach in Dickbettm&ouml;rtel und unter Verwendung von Fugenm&ouml;rtel verlegt. Ein aus Terrazzoplatten aufgebauter Boden ist damit allerdings nicht mehr fugenfrei sondern sieht eher aus wie Fliesen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"andere-varianten-von-terrazzoboeden\">Andere Varianten von Terrazzob&#xF6;den<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben der klassischen Estrich-Variante mit Zement als Bindemittel k&ouml;nnen auch Terrazzob&ouml;den aus Gussasphaltestrich hergestellt werden (bitumengebundener Terrazzobelag). Der Vorteil dieser Variante liegt darin, dass der Bodenbelag dann vollst&auml;ndig wasserdicht und auch wasserdampfdicht (dampfdiffusionsdicht) ist. Zudem ist der entstehende Bodenbelag dann auch hoch hitzeresistent, er h&auml;lt auch Schwei&szlig;funken, Zigarettenglut und kochendes Wasser, ohne Schaden zu nehmen, aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine fugenlose Verlegung ist bei diesem Terrazzo auch &uuml;ber gro&szlig;e Fl&auml;chen m&ouml;glich, auch die Trittschalld&auml;mmung ist deutlich h&ouml;her als bei gew&ouml;hnlichen Terrazzobel&auml;gen. F&uuml;r den Einbau muss allerdings darauf geachtet werden, dass alle mit dem Belag in Ber&uuml;hrung kommenden Bauteile ausreichend hitzebest&auml;ndig sind, da das Material beim Einbau wie Gu&szlig;asphaltestrich eine Temperatur von bis zu 240 &deg;C hat, da der Bitumenbelag in fl&uuml;ssigem Zustand gegossen wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"vor-und-nachteile-von-terrazzoboeden\">Vor- und Nachteile von Terrazzob&#xF6;den<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Klassisch eingebauter Ortsterrazzo hat als Bodenbelag eine hohe Tragf&auml;higkeit und ist sehr belastbar, was ihm auch eine hohe Lebensdauer verschafft. Viele historische Geb&auml;ude zeigen deutlich, wie haltbar Terrazzob&ouml;den sein k&ouml;nnen. Durch gezielte Auswahl der Materialien k&ouml;nnen H&auml;rte und Abriebfestigkeit noch zus&auml;tzlich gesteigert werden. Zudem ist ein Aufarbeiten des Belags mehrmals m&ouml;glich, was die schon von Natur aus hohe Lebensdauer noch deutlich verl&auml;ngern kann. Bei bestimmten Ausf&uuml;hrungen wird durch die nat&uuml;rliche Abnutzung sogar eine feine Polierwirkung erzielt, die geschliffene B&ouml;den langfristig sch&ouml;n erh&auml;lt. Grunds&auml;tzlich sind Terrazzob&ouml;den auch sehr pflegeleicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch die Verwendung rein mineralischer Materialien besteht auch keine Gefahr von sch&auml;dlichen Ausd&uuml;nstungen durch den Bodenbelag selbst (gegebenenfalls aber durch die Materialien zur nachfolgenden Oberfl&auml;chenbehandlung oder Versiegelung, das ist immer genau zu pr&uuml;fen).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der Negativseite stehen dabei sicherlich die hohen bis sehr hohen Kosten speziell f&uuml;r Ortsterrazzo-B&ouml;den, die man aber immer mit der langen m&ouml;glichen Haltbarkeit und der M&ouml;glichkeit zum Aufarbeiten des Bodens bei Gebrauchsspuren gegenrechnen muss. Eine kosteng&uuml;nstige Alternative mit nahezu der gleichen Optik bieten eventuell Terrazzo-Platten, die dann allerdings wie Fliesen wirken.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"oberflaechenbehandlung-reinigung-und-pflege-von-terrazzo\">Oberfl&#xE4;chenbehandlung, Reinigung und Pflege von Terrazzo<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die klassische Oberfl&auml;chen-Nachbehandlung mit Terpentin und Bienenwachs oder ersatzweise mit Lein&ouml;l wird heute so kaum mehr durchgef&uuml;hrt, beide Verfahren sind aber prinzipiell auch heute noch als sogenannte &bdquo;Einpflege&ldquo; m&ouml;glich. Dabei ist zu bemerken, dass Terpentin prinzipiell gesundheitssch&auml;dlich ist (auch wenn es nat&uuml;rlichen Ursprungs ist) und Lein&ouml;l (immerhin ein Lebensmittel, also gesundheitsunsch&auml;dlich) mit der Zeit ausbleichen und damit sichtbare Farbver&auml;nderungen in einzelnen Bereichen erzeugen kann. Beide Verfahren sind zudem sehr aufwendig und f&uuml;hren zu massiven Geruchsbel&auml;stigungen. Die Grundreinigung von Terrazzo ist bei den klassischen Varianten der Oberfl&auml;chenbehandlung mitunter schwierig, Flecken und Schlieren lassen sich nicht immer vermeiden. Eine Pflege mit wachshaltigen Mitteln ist hier ratsam, danach muss der Terrazzo Bodenbelag mit einer Naturborste gr&uuml;ndlich aufpoliert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Impr&auml;gnieren mit l&ouml;sungsmittelfreien Impr&auml;gniermaterialien stellte eine gute M&ouml;glichkeit zur Oberfl&auml;chenbehandlung dar, f&uuml;r die Reinigung m&uuml;ssen dann aber r&uuml;ckstandsfreie Reinigungsmittel (keine Seifenlauge) in etwas h&ouml;herer Konzentration verwendet werden. Der Boden wird durch diese Behandlung zwar fleckenresistenter, daf&uuml;r k&ouml;nnen einige Verschmutzungen aber auch deutlich besser anhaften.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei empfindlichen Steinfl&auml;chen oder unklarem Untergrund sollten Sie Material, Zustand und das geeignete Verfahren vor der Behandlung durch einen Fachbetrieb pr&uuml;fen lassen. So vermeiden Sie Sch&auml;den durch ungeeignete Reinigungs- oder Pflegemittel.<\/p>\n\n\n<div class=\"mt-4 mb-4 inquiry-link-left\">\n\t<span class=\"bg-arrow font-bold text-white relative inline-block p-2\">\n\t\tKostenloses Angebot anfordern in nur zwei Minuten\t\t<\/span>\n\t<div class=\"clearfix\"><\/div>\n\t<a class=\"button\" href=\"https:\/\/www.steinrein.com\/at\/anfrageformular\/\">Jetzt anfordern<\/a>\n\t<img decoding=\"async\" class=\"sketch-arrow inline-block\" src=\"https:\/\/www.steinrein.com\/wp-content\/themes\/steinrein\/assets\/arrow-sketch.png\" width=\"58\" height=\"50\" alt=\"\">\n<\/div>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wachsfluate sind eine weitere M&ouml;glichkeit, den Bodenbelag nachzubehandeln, allerdings stellen sich auch hier gesundheitliche Risiken, zudem kann der Boden danach nur noch mit l&ouml;semittelhaltigen Reinigern gereinigt werden, was sicherlich gerade in Wohnbereichen auch nicht w&uuml;nschenswert ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weichpolymere als Beschichtung sind hier eine bessere M&ouml;glichkeit, diese Mittel sind allerdings nicht besonders resistent und m&uuml;ssen wiederholt aufgetragen werden. Auch das Behandeln mit Seifen hat durch die Bildung von Kalkseifen nach einiger Zeit eine &auml;hnliche Wirkung, besonders bei h&auml;rterem Wasser bildet sich so schon nach kurzer Zeit ein wirksamer Pflegefilm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine sehr gute und vor allem sehr wirksame M&ouml;glichkeit der Nachbehandlung eines Terrazzobodens stellt das <a href=\"https:\/\/www.steinrein.com\/at\/glossar\/fluatieren\/\" title=\"Fluatieren\" tabindex=\"0\" class=\"wppedia-crosslink\" data-post_id=\"47039\">Fluatieren<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.steinrein.com\/at\/glossar\/kristalllisieren\/\" title=\"Kristallisieren\" tabindex=\"0\" class=\"wppedia-crosslink\" data-post_id=\"46913\">Kristallisieren<\/a> des Bodenbelags) dar. F&uuml;r das <a href=\"https:\/\/www.steinrein.com\/at\/glossar\/fluatieren\/\" title=\"Fluatieren\" tabindex=\"0\" class=\"wppedia-crosslink\" data-post_id=\"47039\">Fluatieren<\/a> kann entweder Fluorsilicat oder auch Kleesalz (geringere Schichtst&auml;rke der Schutzschicht) verwendet werden. Die Wirkung des Verfahrens ist die gleiche wie bei hochwertigen Natursteinen. Fluatierungen sind aber nur dann m&ouml;glich, wenn kalkhaltige Zuschlagstoffe vorhanden sind und der Boden zuvor gr&uuml;ndlich geschliffen wurde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kosten-fuer-terrazzo\">Kosten f&#xFC;r Terrazzo<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Terrazzoplatten sind relativ kosteng&uuml;nstig, Platten in einer Gr&ouml;&szlig;e von 30 x 30 cm sind oft schon f&uuml;r rund 20 EUR zu bekommen. Die Kosten f&uuml;r das Verlegen liegen ungef&auml;hr im gleichen Bereich wie f&uuml;r Natursteinplatten, auch hier ist der individuell gegebene Verlegeaufwand der preisbestimmende Faktor. Sicherheitshalber sollte man mit Verlegekosten von 50 &ndash; 60 EUR pro m&sup2; kalkulieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einem direkt hergestellten Ortsterrazzo-Boden liegen die Kosten dagegen nat&uuml;rlich ungleich h&ouml;her. Schon die Materialkosten liegen meist bei 50 &ndash; 60 EUR pro m&sup2;, bei hochwertigen Materialien oft noch h&ouml;her. Dazu kommen die Kosten f&uuml;r das Gie&szlig;en des Belags (rund 30 EUR pro m&sup2;) und die besonders teure Nachbearbeitung des Bodens (Verdichten, Schleifen, Nachbehandeln), die je nach gew&uuml;nschter Ausf&uuml;hrung des Bodens zwischen rund 80 EUR pro m&sup2; bis &uuml;ber 120 EUR pro m&sup2; reichen k&ouml;nnen. Damit k&ouml;nnen in Einzelf&auml;llen durchaus Kosten von &uuml;ber 200 EUR pro m&sup2; f&uuml;r den Bodenbelag entstehen, eingelegte Mosaike kosten dann noch einmal extra.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F&uuml;r Gussasphalt-Terrazzo sollten Sie mit ungef&auml;hr 100 &ndash; 180 EUR pro m&sup2; rechnen, auch hier k&ouml;nnen die Kosten f&uuml;r besondere Ausf&uuml;hrungen gegebenenfalls noch h&ouml;her liegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders in den letzten Jahren besinnt man sich vielfach wieder zur&uuml;ck auf alte und traditionelle Bautechniken, nicht zuletzt wegen ihrer Nat&uuml;rlichkeit und oft auch wegen ihrer nat&uuml;rlichen Robustheit: ein sehr eindr&uuml;ckliches Beispiel davon ist der Terrazzoboden, der schon den alten R&ouml;mern und den alten Griechen lieb und teuer war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben seinen zahlreichen Vorteilen verf&uuml;gt dieser Bodenbelag auch &uuml;ber eine enorm hohe Lebensdauer, die man bei vielen historischen Geb&auml;uden heute sehen kann. Mit seiner Herstellung als zweischichtiger, zementgebundener Ortsterrazzo mit hochwertigen Gesteinszuschl&auml;gen ist dieser Boden auch sehr belastbar, durch eine Politur erh&auml;lt er seinen vollen Glanz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wem die Herstellung zu aufwendig und zu teuer ist, der kann auch auf die deutlich kosteng&uuml;nstigeren Terrazzo-Platten mit der gleichen Optik zur&uuml;ckgreifen &ndash; wenn er damit leben kann, dass der Bodenbelag dann nicht mehr ganz fugenlos ist. Die Haltbarkeit dieses Betonwerksteins ist aber ebenfalls enorm hoch, das Verlegen daf&uuml;r deutlich einfacher.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In allen m&ouml;glichen Varianten macht der Boden auch heute noch eine gute Figur &ndash; und wird den heute immer wichtiger werdenden Anspr&uuml;chen an hohe Nat&uuml;rlichkeit und robuste Haltbarkeit und damit auch hohe Nachhaltigkeit bestens gerecht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Terrazzo ist ein fugenloser Bodenbelag, der bereits seit fr\u00fchesten Zeiten bekannt ist, die \u00e4lteste nachgewiesene Verwendung ist bereits 8.000 v. Chr. belegt. 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