{"id":47179,"date":"2020-09-16T06:28:44","date_gmt":"2020-09-16T04:28:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steinrein.com\/glossar\/cordierit"},"modified":"2026-09-15T14:59:44","modified_gmt":"2026-09-15T12:59:44","slug":"cordierit","status":"publish","type":"wppedia_term","link":"https:\/\/www.steinrein.com\/at\/glossar\/cordierit\/","title":{"rendered":"Cordierit"},"content":{"rendered":"<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/cordierit-dichroit-lolith-1024x642.jpeg\" alt=\"Cordierit Dichroit Lolith\" class=\"wp-image-47181\" width=\"494\" height=\"309\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.steinrein.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/cordierit-dichroit-lolith-1024x642.jpeg 1024w, https:\/\/www.steinrein.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/cordierit-dichroit-lolith-scaled-430x269.jpeg 430w, https:\/\/www.steinrein.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/cordierit-dichroit-lolith-scaled-100x63.jpeg 100w, https:\/\/www.steinrein.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/cordierit-dichroit-lolith-300x188.jpeg 300w, https:\/\/www.steinrein.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/cordierit-dichroit-lolith-768x481.jpeg 768w, https:\/\/www.steinrein.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/cordierit-dichroit-lolith-1536x962.jpeg 1536w, https:\/\/www.steinrein.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/cordierit-dichroit-lolith-2048x1283.jpeg 2048w, https:\/\/www.steinrein.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/cordierit-dichroit-lolith-150x94.jpeg 150w, https:\/\/www.steinrein.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/cordierit-dichroit-lolith-50x31.jpeg 50w, https:\/\/www.steinrein.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/cordierit-dichroit-lolith-1240x777.jpeg 1240w, https:\/\/www.steinrein.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/cordierit-dichroit-lolith-450x282.jpeg 450w, https:\/\/www.steinrein.com\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/cordierit-dichroit-lolith-scaled-360x226.jpeg 360w\" sizes=\"(max-width: 494px) 100vw, 494px\" \/><figcaption>Cordierit Dichroit Lolith<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Cordierit geh&ouml;rt als <a href=\"https:\/\/www.steinrein.com\/at\/glossar\/mineral\/\" title=\"Mineral\" tabindex=\"0\" class=\"wppedia-crosslink\" data-post_id=\"144557\">Mineral<\/a> in die Gruppe der Silikate und <a aria-label=\"Germanate (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Germanate\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"rank-math-link\">Germanate<\/a>. Genauer zuordnen kann man ihn wegen seiner kristallinen Eigenschaften nach nicht, denn mit seinen allgemeinen Eigenschaften ist er zwar ein typisches Ringsilikat, von seiner Struktur her geh&ouml;rt er zu den Ger&uuml;st-Silikaten. Chemisch gesehen ist der Cordierit dabei ein Magnesium-Aluminium-Silikat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die auch als &bdquo;Wassersaphir&ldquo; oder &bdquo;Luchssaphir&ldquo; bekannten Minerale sind mit einer Mohs-H&auml;rte von 7 bis 7,5 bereits sehr hart. Der Bruch ist uneben bis muschelig, Cordierite sind meist deutlich spaltbar und es kann sowohl Glasglanz als auch Fettglanz auftreten, letzterer allerdings vorwiegend auf Bruchfl&auml;chen. Die h&auml;ufigste Farbvariante, die man findet, liegt im Bereich von dunklem Blau (bis hin zu Blauviolett). Daneben gibt es aber auch gr&uuml;nliche bis br&auml;unliche Varianten, hellgrau bis hellblau und sogar bis hin zu farblos kommt ebenfalls vor. Cordierit kann dabei durchsichtig oder undurchsichtig sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Farbe &auml;ndert sich dabei je nach Lichteinfall, Cordierit ist also pleochroitisch. Durch seine doppelbrechenden Eigenschaften zeigen sich dann drei unterschiedliche Farben: Hellgelb, Hellblau und Violett bis Blau.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"varietaeten\">Variet&#xE4;ten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Magnesium-Aluminium-Silikate m&uuml;ssen nicht, wie der Cordierit, im orthorombischen Kristallsystem <a href=\"https:\/\/www.steinrein.com\/at\/glossar\/kristalllisieren\/\" title=\"kristallisieren\" tabindex=\"0\" class=\"wppedia-crosslink\" data-post_id=\"46913\">kristallisieren<\/a>, sondern k&ouml;nnen auch hexagonal kristallisieren. In diesem Fall entsteht dann der <a href=\"https:\/\/www.mineralienatlas.de\/lexikon\/index.php\/MineralData?mineral=Indialith\" target=\"_blank\" aria-label=\"Indialith (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"rank-math-link\">Indialith<\/a>, auch Mischformen mit beiden Kristallisationsarten sind m&ouml;glich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine weitere Variet&auml;t ist Cerasit, die Trapiche-Smaragden recht &auml;hnlich sind. Cerasit liegt aber meist in einer ver&auml;nderten (umgewandelten) Form als <a href=\"https:\/\/www.mineralienatlas.de\/lexikon\/index.php\/MineralData?lang=de&amp;mineral=Serizit\" target=\"_blank\" aria-label=\"Serizit  (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"rank-math-link\">Serizit <\/a>oder <a href=\"\/\/www.mineralienatlas.de\/lexikon\/index.php\/MineralData?lang=de&amp;mineral=Pinit\" target=\"_blank\" aria-label=\"Pinit  (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"rank-math-link\">Pinit <\/a>(Muskovit) vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei empfindlichen Steinfl&auml;chen oder unklarem Untergrund sollten Sie Material, Zustand und das geeignete Verfahren vor der Behandlung durch einen Fachbetrieb pr&uuml;fen lassen. So vermeiden Sie Sch&auml;den durch ungeeignete Reinigungs- oder Pflegemittel.<\/p>\n\n\n<div class=\"mt-4 mb-4 inquiry-link-left\">\n\t<span class=\"bg-arrow font-bold text-white relative inline-block p-2\">\n\t\tKostenloses Angebot anfordern in nur zwei Minuten\t\t<\/span>\n\t<div class=\"clearfix\"><\/div>\n\t<a class=\"button\" href=\"https:\/\/www.steinrein.com\/at\/anfrageformular\/\">Jetzt anfordern<\/a>\n\t<img decoding=\"async\" class=\"sketch-arrow inline-block\" src=\"https:\/\/www.steinrein.com\/wp-content\/themes\/steinrein\/assets\/arrow-sketch.png\" width=\"58\" height=\"50\" alt=\"\">\n<\/div>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.edelsteine.at\/de\/glossare\/lexikon\/iolith\/\" target=\"_blank\" aria-label=\"Iolith  (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"ek-link\">Iolith <\/a>wird eine r&ouml;tlicher gef&auml;rbte Variet&auml;t genannt, die Farbe entsteht dabei durch Einlagerungen von H&auml;matitsch&uuml;ppchen oder auch Goethit-Sch&uuml;ppchen. Bei Eiseneinlagerungen werden Cordierite dann zum Steinheilit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"vorkommen\">Vorkommen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kommen Pelite, Gneise oder <a href=\"https:\/\/www.steinrein.com\/at\/glossar\/glimmerschiefer\/\" title=\"Glimmerschiefer\" tabindex=\"0\" class=\"wppedia-crosslink\" data-post_id=\"47035\">Glimmerschiefer<\/a> mit hohen Temperaturen in Ber&uuml;hrung (beispielsweise durch eine magmatische <a href=\"https:\/\/www.steinrein.com\/at\/glossar\/intrusion\/\" title=\"Intrusion\" tabindex=\"0\" class=\"wppedia-crosslink\" data-post_id=\"144551\">Intrusion<\/a>), bilden sich je nach Temperatur verschiedene Minerale. Eines davon sind Cordierite (zusammen mit <a href=\"https:\/\/www.steinrein.com\/at\/glossar\/biotit\/\" title=\"Biotit\" tabindex=\"0\" class=\"wppedia-crosslink\" data-post_id=\"144523\">Biotit<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.steinrein.com\/at\/glossar\/andalusit\/\" title=\"Andalusit\" tabindex=\"0\" class=\"wppedia-crosslink\" data-post_id=\"144529\">Andalusit<\/a>, Granat, Korund, Muskovit, Silimanit und Spinell), wenn die Temperatur, der das Gestein ausgesetzt ist, 500 &deg;C &uuml;bersteigt. Je nach Temperaturbereich erfolgt die Bildung auf unterschiedlichen Wegen, tritt bis 800 &deg;C aber sehr h&auml;ufig auf. Daneben k&ouml;nnen sich Cordierite auch noch auf einigen anderen Wegen bilden (unter anderem durch einen komplizierten Metamorphose-Prozess von Basalten auf dem Meeresboden).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch den meist sehr komplizierten Bildungsweg, der selten genau so abl&auml;uft ist die Verbreitung von Cordieriten eher gering, die Lagermenge an den bestehenden rund 900 Fundorten weltweit ist aber meist sehr gro&szlig;. In Deutschland gibt es einzelne Fundorte im Schwarzwald, in der Oberpfalz und in Hessen sowie in Niedersachsen, n&ouml;rdlich des Siebengebirges und auch rund um Chemnitz sowie im Saarland und in Th&uuml;ringen. Gleich mehrere Fundstellen gibt es in der Eifel (Andernach, Mendig). Sehr eindrucksvolle Funde gibt es in der N&auml;he des Bergwerks von Falun (von woher auch die typisch rote Farbe der Schwedenh&auml;user kommt). Der Fundort beeindruckt mit sehr gro&szlig;en Kristallen, die bis zu 20 cm lang sein k&ouml;nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"verwendung\">Verwendung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Cordierite werden als Schmucksteine genutzt, dabei vor allem die Varianten mit intensiven hellen oder dunklen Blaut&ouml;nen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Technisch sind Cordierite ebenfalls von Bedeutung, f&uuml;r diese Zwecke werden sie aber meist k&uuml;nstlich hergestellt. Eindeutig das Hauptprodukt ist dabei Cordierit-Schaumstoff, der aufgrund der Materialeigenschaften des Minerals feuerfest ist, gegen Temperaturschwankungen sehr stabil ist und sich bei Hitze nicht ausdehnt und auch nur gering W&auml;rme leitet (und deshalb stark w&auml;rmed&auml;mmend ist).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei empfindlichen Steinfl&auml;chen oder unklarem Untergrund sollten Sie Material, Zustand und das geeignete Verfahren vor der Behandlung durch einen Fachbetrieb pr&uuml;fen lassen. So vermeiden Sie Sch&auml;den durch ungeeignete Reinigungs- oder Pflegemittel.<\/p>\n\n\n<div class=\"mt-4 mb-4 inquiry-link-left\">\n\t<span class=\"bg-arrow font-bold text-white relative inline-block p-2\">\n\t\tKostenloses Angebot anfordern in nur zwei Minuten\t\t<\/span>\n\t<div class=\"clearfix\"><\/div>\n\t<a class=\"button\" href=\"https:\/\/www.steinrein.com\/at\/anfrageformular\/\">Jetzt anfordern<\/a>\n\t<img decoding=\"async\" class=\"sketch-arrow inline-block\" src=\"https:\/\/www.steinrein.com\/wp-content\/themes\/steinrein\/assets\/arrow-sketch.png\" width=\"58\" height=\"50\" alt=\"\">\n<\/div>\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf diese Weise kann man Cordierite auch als Pizzasteine oder Brotbacksteine einsetzen und damit den heimischen Ofen zum Pizzabacken in einen echten Steinofen verwandeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.steinrein.com\/at\/glossar\/naturstein\/\" title=\"Natursteine\" tabindex=\"0\" class=\"wppedia-crosslink\" data-post_id=\"144539\">Natursteine<\/a>, wie Cordierit, <a href=\"https:\/\/www.steinrein.com\/at\/glossar\/speckstein\/\" title=\"Speckstein\" tabindex=\"0\" class=\"wppedia-crosslink\" data-post_id=\"46617\">Speckstein<\/a> oder auch Schamotte werden immer h&auml;ufiger zum Backen von Brot oder f&uuml;r Pizza verwendet. Sie verf&uuml;gen &uuml;ber eine gute W&auml;rmeleitung &ndash; die W&auml;rme wird dabei sehr gleichm&auml;&szlig;ig an das Lebensmittel abgegeben, was Pizzen und Brot besonders saftig und au&szlig;en knusprig macht. Ein Pizzaofen heizt dabei auf Temperaturen von bis zu 500 &deg;C, was im Backofen zwar nicht m&ouml;glich ist, daf&uuml;r aber auf dem Grill. Den Stein muss man daf&uuml;r nur sehr gut aufheizen, dann geht der Backvorgang auch sehr schnell. Selbst im heimischen Backofen mit deutlich geringeren Temperaturen l&auml;sst sich die Backzeit meist deutlich verk&uuml;rzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sehr wichtig ist bei Natursteinen die richtige Reinigung und Pflege des Steins. Cordierite sind h&auml;ufig glasiert und lassen sich damit besonders einfach reinigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schamott erhitzt sich im Gegensatz zu Cordieriten viel langsamer, bei Schamottsteinen muss man also eine deutlich geringere St&auml;rke w&auml;hlen und im Ofen auch gr&uuml;ndlicher vorheizen. Daf&uuml;r kosten diese Steine meist auch deutlich weniger als Cordierite. Die &uuml;brigen Eigenschaften sind relativ &auml;hnlich, auch die Grobporigkeit ist vergleichbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Cordierit ist ein eher seltenes Gestein, das allerdings mittlerweile aufgrund seiner Lebensmittelechtheit und Hitzebest&auml;ndigkeit f&uuml;r Pizzaschieber oder Pizzaschaufel verwendet wird, sehr h&auml;ufig als Pizza- oder Brotbackstein in vielen &Ouml;fen und auf vielen Grills (Grillrost) zu finden ist. Dort spielt das auf meist komplizierten Wegen entstandene Mineral seine echten St&auml;rken aus und schl&auml;gt sogar das altbekannte Schamott um L&auml;ngen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Cordierit Dichroit Lolith Cordierit geh\u00f6rt als Mineral in die Gruppe der Silikate und Germanate. 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