Basalt

Basalt
Basalt

Basalt ist ein Vulkanit, also ein vulkanisches Ergussgestein. In dieser Eigenschaft ist Basalt auch mit Gabbro verwandt, der ebenfalls in diese Gesteinsklasse gehört und sogar die gleiche chemische Zusammensetzung wie Basaltgestein hat.

Als vulkanisches Gestein haben Basalte wie viele andere Steine dieser Gruppe eine sehr feinkörnige Struktur. Das liegt daran, dass das Magma bei der Gesteinsbildung meist sehr rasch abkühlt, wie das auch bei anderen magmatischen Gesteinsarten der Fall ist.

In seiner Zusammensetzung sind Basalte siliziumdioxid-arm. Hauptbestandteile sind

An Pyroxenen findet man bei Basaltgestein überwiegend Augit.

Anhand der Zusammensetzung unterscheiden Geologen auch noch zwischen alkalischen und subalkalischen Basalten. Solche Gruppeneinteilungen sind notwendig, weil sich abhängig vom Bildungsort die Zusammensetzung von Basalt durchaus beträchtlich unterscheiden kann.

In früheren Zeiten definierte man Basaltgestein einfach als eine Zusammensetzung von Augit und Labradorit mit wechselnden Olivin-Anteilen – damals war noch nicht so viel Chemie im Spiel. Besonders alte Basalte (gemeint ist das geologische Alter) heißen Diabas oder Melaphyr, bei ihnen hat sich die typische Zusammensetzung durch geologische Prozesse im Laufe der langen Zeit in den meisten Fällen aber schon etwas verändert.

Entstehung

Durch vulkanische Aktivität schmilzt der Erdmantel auf – und das ist auch direkt der Beginn der Entstehung von Basaltgestein. Siliciumdioxid-armes, dünnflüssiges Magma formt sich, erkaltet aber beim Durchbruch an die Erdoberfläche oder den Meeresboden sehr rasch. Durch die Abkühlung der Basaltlava entstehen dann die Basalt-Gesteine.

Wird diese Abkühlung durch äußere Ursachen verzögert, können sich meterlange, meist sechseckige geformte Basaltsäulen formen. Solche Säulen können ein eindrucksvolles Landschaftsbild formen und die Landschaft sehr nachhaltig optisch prägen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Gegend um den Giant’s Causeway in Nordirland.

Daneben bilden sich gelegentlich – allerdings eher selten – auch kugelförmige Basalte, meist im Randbereich der Gesteinsbildung.

Eigenschaften und Aussehen von Basalten

Aus seiner Entstehungsgeschichte lassen sich auch klar die typischen Eigenheiten von Basalten ableiten: Basalt ist für gewöhnlich dunkel gefärbt, meist dunkelgrau, aber auch tiefes Schwarz ist möglich. Durch geringfügige Magnetit-Einschlüsse kann Basaltgestein sogar manchmal leicht magnetisch sein.

Vorkommen

Da magmatische Prozesse nahezu überall auf der Erde passieren, findet man Basaltgesteine sehr häufig. Beinahe der gesamte tiefe Meeresboden besteht aus Basalten, da entlang des mittelozeanischen Rückens ständig Lava emporsteigt und nach dem Abkühlen der Gesteinsschmelze immer neuen Meeresboden erzeugt, der in ausgekühltem Zustand dann zwischen den auseinander driftenden tektonischen Platten zu liegen kommt.

Auch an Land gibt es zahlreiche Vorkommen, meist an sogenannten Grabenbrüchen oder sogenannten Hot Spots. Überall dort eben, wo die tektonische Platte eine Schwachstelle hat und Magma die Erdoberfläche erreichen kann.

In Deutschland findet man im gesamten süddeutschen Raum, in Hessen, Thüringen, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen jeweils eine ganze Reihe von Vorkommen, im Westerwald, der Vulkaneifel und im Siebengebirge findet sich ebenfalls Basaltvorkommen. Auch weltweit ist die Zahl der Vorkommen ähnlich hoch wie hierzulande. Basaltgesteine findet man nahezu überall auf dem Erdball.

Im Zuge der Basaltbildung findet man im Gefolge der Basaltentstehung meist auch ansehnliche Vorkommen von Tuff und Bims an vielen Orten mit Basaltgestein-Vorkommen, wie etwa in der Eifel.

Verwendung von Basalt

Als Naturstein findet Basalt vielfache und zum Teil ganz unterschiedliche Verwendung: das reicht von der Steinbildhauerei über Boden- und Treppenbeläge bis hin zur Verwendung als Baustoff. In früheren Zeiten war Basalt ein wichtiges Material zum Pflastern im Straßenbau, heute wird er vor allem für hochwertige und optisch ansprechende Schotterbefestigungen von Wegen im Garten und für die Befestigung von Hauseinfahrten verwendet. Die Bahn verwendet ihn bis heute als Unterbau für Bahngleise.

Basalt Steinplatten
Basalt Steinplatten mit offenen Fugen.

Richtiggehend gebaut wird mit Basalt heute nur noch selten, und wenn dann meist dort, wo er auf natürliche Weise in großer Menge vorkommt: wie etwa in der Eifel. Gut bekannt dafür ist der Ort Mendig, an dem es auch einen Basaltsteinbruch und ringsherum über 4.500 Wegkreuze aus Basaltgestein und beinahe 6.000 solcher Grabkreuze aus ältester Zeit – bis zurück ins 7. Jahrhundert – gibt. Oder rund um den Ätna in Sizilien, wo Basaltgesteine ebenfalls fast überall verfügbar waren.

An solchen Orten wurde Basalt neben dem Hausbau in früheren Zeiten auch noch für zahlreiche andere Zwecke eingesetzt. Man hat daraus unter anderem sogar die Mühlsteine gefertigt. Zu diesen Zeiten war Basaltgestein das bevorzugte Material für alles, was man aus Stein machte. Sehr zur Freude der Historiker, denn Basaltgesteine sind extrem widerständig gegen Verwitterung und können in sie geritzte Inschriften auch noch nach Jahrtausenden gut lesbar tragen.

Ein beträchtlicher Teil der Eifel – rund 2.000 km² zwischen Rhein und Wittlicher Senke – heißt nicht umsonst Vulkaneifel. Neben den berühmten Eifelmaaren und einigen beeindruckenden vulkanischen Kratern (etwa am Laacher See) findet man dort logischerweise natürlich jede Menge Basaltgestein. Da die Gegend bis heute als vulkanisch aktiv gewertet wird, muss man sich auch um Nachschub an Basaltgestein wohl keine Sorgen machen.

Basalt richtig reinigen und pflegen

Als Naturstein sind Basalte durchaus robust. Basaltschotter auf Wegen und Einfahrten braucht natürlich ohnehin so gut wie keine Pflege. Im Haus muss man dem Naturstein etwas mehr Aufmerksamkeit schenken. Basalte stellen allerdings keine großen Ansprüche und können sehr leicht gereinigt werden. Imprägnieren (lassen) sollte man sie aber auf jeden Fall.

Gründliche Reinigungen erledigt man am besten mit einem passenden Steinreiniger, gelegentlich kann man ihm eine ebenso spezialisierte Wischpflege gönnen, das wars auch schon mit den unbedingt notwendigen Pflegemaßnahmen. Mehr ist selten nötig.

Polieren darf man den Stein natürlich immer, wenn man das möchte. Für hartnäckige Flecken gibt es dann auf Basalte genau abgestimmte Fleckenentferner.

Was kostet Basalt?

Für Bruchgesteine, Pflastersteine und Basalt-Splitt beginnen die Preise bei rund 0,15 EUR je kg oder rund 150 EUR je Tonne. Bei hochwertigeren Basalten können die Preise auch als Pflaster oder Splitt noch um einiges höher liegen. Als 1 m breite Blockstufe für den Garten kostet Basalt ab rund 120 EUR, hochwertige Varianten können auch hier deutlich teurer sein.

Fazit

Kaum jemand ist bewusst, dass der Basaltboden, über den er geht, einmal flüssige Lava gewesen ist. Das macht das Faszinierende an diesem Stein aus, der auch als Naturstein im Haushalt eine sehr gute Wahl ist: anspruchslos, pflegeleicht – und richtig schön.

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