Basaltmehl

Basaltmehl
Basaltmehl das in Fugen eingekehrt wird.

Basalt ist ein Gestein, das aus flüssigem Magma entsteht, das nach dem Durchbruch durch die Erdoberfläche schnell erkaltet. Es kommt also aus dem Innersten der Erde und ist im Prinzip schlicht Lava – eine der Ursubstanzen unserer Erde.

Als solche birgt es viele positive Eigenschaften – insbesondere für unsere Böden. In fein gemahlener Form – als sogenanntes Urgesteinsmehl – kann Basaltmehl die Bodenstruktur deutlich verbessern, den Boden fruchtbarer und auch nährstoffreicher machen. Darin liegt auch die Hauptanwendung von Basaltmehl – als Dünger.

Neben Basaltgesteinen kommt im ökologischen Landbau auch häufig Diabas zum Einsatz, diese beiden Urgesteinsmehle stellen den größten Anteil an den verwendeten Gesteinsmehlen. Beide Gesteine haben eine sehr langsame Verwitterungsgeschwindigkeit, was für den Boden und die Humusbildung ganz besonders vorteilhaft ist. Im Garten werden Gesteinsmehle darüber hinaus oft auch als sogenannter „Kompostbeschleuniger“ eingesetzt, da sie dafür sorgen, dass der vorhandene Kompost deutlich schneller in Humus umgesetzt wird.

Inhaltsstoffe und Eigenschaften

Zu den wesentlichen Spurenelementen, die hochwertige Basaltmehle in den Boden bringen, gehören:

  • Kupfer
  • Nickel
  • Kobalt
  • Molybdän
  • Titan
  • Strotium
  • Barium
  • Banadium
  • Gallium
  • Blei
  • Silber und
  • Schwefel

Zu den hauptsächlichen positiven Wirkung auf den Boden zählt einerseits eine sehr wirksame Auflockerung des Bodens und die Verbesserung seiner physikalischen Struktur, andererseits hemmt es auch alle Arten von Fäulnisprozessen im Boden. Der Boden wird gesünder, die Krümelstruktur verbessert sich und auf dem nährstoffreichen Boden wachsen Pflanzen deutlich besser. Stark alkalischer Boden wird wirkungsvoll angesäuert

Gleichzeitig werden beim Aufstreuen auf Pflanzen die Pflanzenstrukturen durch die enthaltene Kieselsäure gestärkt, Pflanzen werden so widerstandsfähiger gegen Schädlinge. Viele Schadinsekten fühlen sich zudem auf dem Urgesteinsmehl nicht besonders wohl und bleiben gleich von sich aus weg.

In der ökologischen Landwirtschaft wird Basaltmehl auch auf Flächen im Stall eingestreut, um die Stallluft zu verbessern (Ammoniak wird gebunden, der Mist fault nicht und verrottet leichter). Auch auf Waldböden wird Basaltmehl (als einmalige Gabe) zur Verbesserung oft eingesetzt, auf Weiden und Wiesen streut man es ebenfalls aus.

Im Garten kann man Steinmehl auf den Beeten ausstreuen, den Boden damit bestäuben und es ins (Gieß-) wasser einrühren (vor allem bei der Bewässerung von Obstbäumen). In Brennesseljauche, die traditionell zur Bekämpfung von Unkraut angewendet wird, vermindert die Zugabe von Basaltmehl den strengen Geruch der Jauche etwas. Auf den Kompost gestreut sorgt es für eine deutlich schnellere Umsetzung des Komposts.

Daneben findet Basaltmehl (wie auch Brechsand oder Quarzsand) auch als Fugensand zum Einkehren in die Fugen zwischen Steinplatten oder Pflastersteinen Anwendung.

Dosierung

Besonders bei der Umstellung von konventioneller Landwirtschaft auf ökologischen Landbau wird sehr großzügig dosiert – dabei werden häufig bis zu 10 kg auf 100 m² ausgebracht, später dann in regelmäßigen Abständen dann rund die Hälfte. Auf Wiesen und Weiden streuen Landwirte rund 400 bis 600 kg je Hektar.

Im eigenen Garten braucht man natürlich etwas weniger davon – im Frühjahr sollte man rund 200 g bis 300 g pro Quadratmeter auf dem Boden ausstreuen und gründlich mit der Harke einarbeiten. Zum Bestreuen von Beeten braucht man meist weniger.

Zum Schutz vor Schädlingen oder zum Eindämmen eines Schädlingsbefalls kann man Basaltmehl auch die Pflanzen direkt mit Steinmehl bestäuben.

Kosten

Basaltmehl ist – vor allem im Vergleich zu chemisch hergestellten Produkten – eine vergleichsweise günstige Alternative. Es kostet selten mehr als 1 – 1,50 EUR pro kg, als Mittel zum Verfugen ist es oft sogar noch günstiger. Je feiner es gemahlen ist, desto besser allerdings seine Wirkung – für feingemahlenere Varianten lohnt es sich also meist, etwas mehr Geld auszugeben.

Fazit

Basaltmehle sind eine vielseitige und sehr ökologische Möglichkeit, den Boden zu verbessern und seinen Garten gegen Schädlinge zu schützen. Als Fugensand hilft es auch, die Pflasterfugen oder die Fugen zwischen den Steinplatten gut gegen Unkraut zu schützen. Das Kosten dafür liegen meist recht niedrig.

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