Basanit

Basanit Vulkangestein
Basanit Vulkangestein am Entstehungsort.

Auch Basanit ist ein vulkanisches Gestein. Anders als Basalt gehört es allerdings zu den Alkali-Gesteinen. Diese magmatischen Gesteine zeichnen sich generell durch einen niedrigen Siliciumdioxid-Gehalt, dafür aber durch einen hohen Anteil an Alkalimetallen (Lithium, Natrium, Kalium und andere) vor allem als Oxide aus.

Das rotbraune bis schwarzgraue Gestein setzt sich vor allem aus Plagioklas und Feldspat (Leucit, Nephelin) zusammen. Kleinere Anteile von Augit und Olivin sind als Einsprenglinge vorhanden, beim Augit handelt es sich um eine spezielle Variante, die deutlich mehr Titan, Aluminium und Natrium enthält, als andere Gesteine. Daneben finden sich auch noch Pyroxen und Pigeonit, selten können auch Ilmenit und Magnetit (Eisen-Titan-Oxide) vorkommen.

Der Unterschied zu Tephrit liegt im Olivin-Gehalt, der bei Basaniten immer über 10 % liegt, bei Tephrit immer darunter. Nephelin-Basanite haben eine glasige Grundmasse mit Einsprenglingen von Olivin und Klinopyroxen (z. B. Limburgit). Leucit-Basanite haben eine ähnliche Zusammensetzung und einen vergleichbaren Aufbau, allerdings fehlt hier das Nephelin.

Eigenschaften

Basanite haben eine sehr hoch Dichte und Festigkeit und sind auch hoch druck- und schlagbeständig. Eine der wichtigsten Eigenschaften dieser Natursteine ist daneben auch ihre hohe Witterungs- und Frostbeständigkeit. Die chemische Beständigkeit von Basanit ist dagegen eher gering (z. B. gegen Tausalz). Es besteht ein hoher Polierwiderstand.

Vorkommen

Als magmatisches Gestein kommen Basanite relativ häufig und weltweit vor, ähnlich wie bei Basalt finden sie sich an allen Orten mit aktivem oder erdgeschichtlich früherem Vulkanismus, also nahezu überall auf unserem Planeten. In Deutschland finden sich bedeutende Vorkommen in der Eifel, im Lausitzer Bergland oder an der Rhön, daneben auch im Westerwald und in der oberrheinischen Tiefebene in der Gegend des Kaiserstuhls.

Verwendung

Schon im Altertum (Ägypten) war Basanit ein sehr geschätztes Gestein, aus dem vor allem Statuen hergestellt wurden. Dafür verwendete man meist sehr dunkle bis fast schwarze Basanite. Heute liegt die hauptsächliche Verwendung im Bereich des Straßen- und Wegebaus, im Gleisbau und im Wasserbau. Auch in der Betonindustrie wird Basanit eingesetzt, Basalte und Basanite werden dort wegen ihrer hohen Festigkeit vor allem für hoch verschleißfeste, druckstabile und witterungsfeste Betone eingesetzt.

Im Natursteinhandel werden Basanite meist als „Grüne Lava“, „Greenstone“ oder „Grünstein“ angeboten, die Bezeichnung Basanit wird hierzulande nur sehr selten verwendet. Bei den angebotenen Steinen handelt es sich vor allem um Varianten mit einem hohen Anteil an Olivin. Er dient auch heute noch sehr oft als Ausgangsmaterial für Gartenkunst (Steinbildhauerei), daneben auch für Pflanzgefäße und Gartenbrunnen.

Preise

Im Handel finden sich vor allem Gartenkunstwerke mit asiatischer Anmutung aus Basanit, je nach Art des Kunstwerks muss man praktisch immer mit Preisen von mehreren hundert Euro rechnen, auch für einfache Steinbecken oder relativ kleine Figuren. Gelegentlich finden sich aber in sehr kleinem Umfang immer auch Billigprodukte im Handel, bei denen man allerdings beim verwendeten Steinmaterial immer genau prüfen sollte, ob es sich tatsächlich um eine Basanitart handelt (Frostfestigkeit, Witterungsbeständigkeit).

Fazit

Bei Basanit handelt es sich um ein hierzulande eher unbekanntes Gestein, außerhalb der Industrie und des Straßenbaus findet eine Verwendung eigentlich nur im Bereich der Gartenkunstwerke statt. Die sind zwar sehr robust und hochwertig – dafür meist aber auch relativ teuer.

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