Brechsand

Brechsand
Beige- sandfarbiger Brechsand der gerade in Pflasterfugen eingekehrt wird.

Brechsand ist etwas ganz anderes als gewöhnlicher Natursand oder Bausand. Während gewöhnlicher Sand ein natürlich vorkommendes Sediment aus unterschiedlichen Mineralkörnern (in der Hauptsache Quarz) ist, wird Brechsand künstlich hergestellt.

Ausgangsmaterial sind unterschiedliche Gesteinskörnungen von Basalt, Granit aber auch Bauschutt, die durch Zerkleinerung auf Sandgröße gebracht („gebrochen“, daher der Name) werden. Dieses zerkleinerte Gestein hat dann deutlich unterschiedliche Eigenschaften im Gegensatz zu gewöhnlichem Sand.

Unterschiede zum Bausand

Der erste wichtige Unterschied betrifft bereits die Kornform. Die Körnung ist deutlich gröber und uneinheitlicher als bei natürlichen Sedimenten – das ist das Ergebnis des Brechungsprozesses.

Üblicherweise bewegt sich die Korngröße bei Brechsand zwischen 0 und 5 mm, nur bei Edelbrechsand (z. B. aus hochwertigem Kalkstein) liegt sie mit 0,25 mm in einem sehr kleinen Bereich. Aus diesem Grund nennt man solche Sande häufig auch „Quetschsand“. Im Vergleich dazu liegt die Körnung von Bausand relativ gleichmäßig im Bereich von rund 2 mm.

Die unterschiedliche Kornstruktur und Korngröße macht dann auch unterschiedliche Anwendungen möglich.

Verwendung von Brechsanden

Während man den fein und gleichmäßig gekörnten Natursand auch gut als Zuschlag in Putzen verarbeiten kann, ist das mit Brechsanden nicht möglich. Brechsande werden dagegen in anderen Bereichen eingesetzt, in denen sie Natursand deutlich überlegen sind:

  • allgemein zur Verbesserung der Rutschfestigkeit
  • zur Verlangsamung des Unkrautwachstums in Fugen (als Fugensand verlangsamt er das Wachstum von Unkräutern in der Fuge)
  • wenn ein wasserdurchlässiger Unterbau erwünscht ist (z. B. im Straßen- und Wegebau)
  • zur Befestigung von Wegen und Einfahrten als oberste Schicht (aufgebracht und festgerüttelt)
  • im Reitsport als rutschfester Belag von Reitbahnen und Reitplätzen
  • als Zuschlagstoff beim Asphaltieren (Straßenbau)

Brechsande werden dabei fast immer als Schüttgut verarbeitet. Auch wenn man sie als Fugensand (z. B. für Pflasterfugen) verwenden möchte, muss man sie meist als Schüttgut bestellen, alternativ bekommt man sie meist aber auch in kleineren Gebinden.

Kosten

Brechsande haben bei gleichem Volumen ein deutlich höheres Gewicht als Natursand (er besteht ja aus Gesteinskörnungen) und ist damit auch deutlich aufwendiger zu transportieren als Natursand. Das und die aufwendige Herstellung von Brechsanden führen dazu, dass der Preis am Ende deutlich höher liegt. In der Praxis muss man für Brechsand meist rund den doppelten Preis im Vergleich zu Natursand rechnen.

Die Preise sind allerdings je nach Ausgangsmaterial und Verarbeitungsform und je nach Bezugsquelle zum Teil sehr unterschiedlich. Der Preis für 1 m³ Brechsand kann sich zwischen rund 35 EUR und 90 EUR bewegen. Besonders hochwertige Varianten sind dann oft auch noch teurer. Aus Bauschutt hergestellte Brechsande sind – aus nachvollziehbaren Gründen – dabei meist am günstigeren Ende angesiedelt.

Fazit

Brechsand ist ein Gesteinsprodukt, das aus vielen Baubereichen heute einfach nicht mehr wegzudenken ist – trotz aller künstlich hergestellten Baustoffe kann auf diesen Naturbaustoff in vielen Bereichen einfach nicht verzichtet werden. Das Befestigen mit Wegen durch Besanden, Bekiesen oder mithilfe von Splitten stellt überdies eine optisch attraktive und versickerungsfähige Befestigung dar – die gegenüber anderen Befestigungsformen (Pflastern, Asphaltieren) häufig günstiger sein kann.

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