Rauchquarz

Rauchquarz ist eine natürlich vorkommende Varietät des Quarzes. Die besondere Färbung, die den Rauchquarz auch zu einem gesuchten Heilstein macht, stammt dabei von der Bestrahlung des eigentlich farblosen und durchsichtigen Quarzes mit Gammastrahlen. Sie sorgen für die typische Färbung des Rauchquarzes.

Rauchquarz wird in der dunklen, nahezu schwarzen und nicht mehr durchscheinenden Variante auch als „Morion“ bezeichnet. Diese Bezeichnung leitet sich von einer schon sehr alten Beschreibung von Plinius dem Älteren (23 – 79 n. Chr.) ab, der das Mineral als „Mormorion“ benannte. Im Lauf der Geschichte verkürzte sich der Name dann zu Morion. Die Bezeichnungen „Cairngorm“ oder „Osiris Kristall“ sind auf den esoterischen Bereich beschränkt.

Entstehungsweg

Trifft ionisierende Strahlung auf Quarz, bilden sich sogenannte Farbzentren oder Defekte im Kristallgitter aus. Die Strahlung stammt dabei von umgebenden radioaktiven Mineralen, die im Lauf der Zeit für eine Verfärbung des Quarzes sorgen.

Rauchquarze lassen sich daneben auch künstlich herstellen, indem gewöhnlicher Quarz Gammastrahlen ausgesetzt wird.

Eigenschaften

Der Unterschied zum gewöhnlichen Quarz bleibt allein auf die rauchig-graubraune Färbung beschränkt. Alle anderen Eigenschaften entsprechen genau denen von gewöhnlichem, nicht radioaktiv gefärbtem Quarz.

Wie gewöhnlicher Quarz gehört auch Rauchquarz in die Mineralklasse der Oxide mit einem Metall-Sauerstoff-Verhältnis von 1:2, mit einer Mohshärte von 7 handelt es sich auch bei Rauchquarzen um ein relativ harte Minerale. In vollkommen reiner Form ist gewöhnlicher Quarz völlig transparent (in dieser Form bezeichnet man ihn als „Bergkristall“), färbende Ionen oder Mineraleinschlüsse (z. B. Hämatit, der Quarz dann zum rotbraun gefärbten „Eisenkiesel“ macht) sind allerdings sehr häufig.

Da die Entstehung von Rauchquarzen immer aus relativ reinen Quarzen erfolgt, teilen sie auch insbesondere die Eigenschaften mit diesen Reinformen.

Fundorte

Rauchquarze kommen in der Natur relativ häufig vor, sie bilden dort auch zum Teil sehr große Kristalle, die eine Länge von mehreren Metern haben können. Am häufigsten sind sie in magmatischem Gestein (Pegmatite) zu finden, sie kommen aber auch in Gängen und in Hohlräumen bei Ergussgesteinen (Vulkanite) vor.

Die Zahl der bekannten Fundorte liegt heute bei rund 2.400, bedeutende Fundstellen liegen in der Schweiz, der Ukraine und Russland und in Schottland. Außerhalb Europas gibt es auch bedeutende Fundstellen in Brasilien, auf Madagaskar, in den USA und in Australien.

Verwendung

Die überwiegende Verwendung von Rauchquarzen ist als Heilstein, daneben haben Rauchquarze auch eine untergeordnete Bedeutung als Schmuckstein, wo sie oft als „Rauchtopas“ (was mineralogisch eine nicht zutreffende Bezeichnung ist) angeboten werden.

Als Heilstein wird Rauchquarz schon von alters her eine unterstützende Wirkung bei Trauer und Depressionen nachgesagt, er soll zudem die Gedanken klären, und „schlechte“ Gedanken abwehren und das positive Denken unterstützen, daneben soll er auch Stress abwehren können. In der traditionellen, keltisch beeinflussten Kultur Schottlands gelten Rauchquarze von jeher als mächtiger Schutzstein, in dem sich die Kraft der Erdgötter manifestiert. Im arabischen Kulturkreis gilt er dagegen als Stein der Freundschaft und Treue zwischen Menschen, steht Unheil bevor, soll er sich nach dortigem Glauben dunkel verfärben.

Als körperliche Wirkung wird dem Stein eine krampflösende Heilwirkung im gesamten Körper zugeschrieben, oft wird er deshalb auch bei Kopf- und Rückenschmerzen eingesetzt. Stoffwechsel und Hormonproduktion soll er ebenfalls anregen und damit auch die Libido stärken. Zubereitungen als sogenanntes Edelsteinwasser werden ebenfalls empfohlen, daneben kann man Rauchquarze auch als Trommelsteine einfach mit sich führen.

Vielfach wird der Rauchquarz auch frei in Räumen aufgestellt, um negative Schwingungen abzufangen und zu neutralisieren, auch bei Elektrosmog und anderen negativen Feldkräften im Raum (z. B. durch Wasseradern). Damit er seine Wirkung behält, soll der Stein gängigen Empfehlungen zufolge alle vier Wochen unter lauwarmem Wasser zu entladen und gemeinsam mit einem Bergkristall über Nacht wieder aufgeladen werden.

Fazit

Nur wenige Minerale haben seit der frühesten Geschichte Menschen so fasziniert wie Rauchquarze. In nahezu jeder Kultur werden ihm mächtige göttliche Kräfte oder Heilkräfte schon von alters her zugeschrieben. Das mag auch mit den vergleichsweise zahlreichen Fundstellen weltweit und seiner beeindruckenden Optik zusammenhängen, die man schon früh als etwas ganz Besonderes erkannte – lange bevor man von der Existenz radioaktiver Strahlung überhaupt etwas ahnte.

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