Schluffstein

Schluff oder Silt sind die geologischen Bezeichnungen für Gesteinspartikel und Sedimente sowie Feinböden mit sehr kleinen Korngrößen zwischen 0,002 mm und 0,063 mm, also noch feinkörniger als Sand (0,063 mm bis 2 mm). Überwiegend bestehen diese Körner aus Quarz, daneben können aber auch Calcit, Feldspat und Glimmer sowie Gips, Ton und Eisenoxide im Schluff enthalten sein.

Auch diese Gesteinskörnungen können sich zunächst als unverfestigte Lockersedimente ablagern und danach dann zu einem klastischen Sedimentgestein verfestigen. Die entstehenden Gesteine werden dann Schluffstein oder Siltstein genannt. Im Englischen werden sie als „Mudstones“ (Schlammsteine) bezeichnet. In ihrer Körnigkeit sind sie dann feinkörniger als Feinsandstein, aber noch immer grobkörniger als Tonstein. Als klastische Sedimentgesteine gehören sie in die gleiche Gruppe wie Sandstein, Grauwacke, Tonsteine und Tonschiefer (Metamorphite von Tonstein).

Entstehungweg und Entstehungsorte

Die meist aus Quarz bestehenden Schluffpartikel lagern sich überwiegend in Bereichen ab, in denen wenig Bewegung herrscht. Das können sowohl Seen als auch Schelfe sein, fluviatile Sedimente (von Flüssen mitgerissene und unterwegs abgelagerte Sedimente) in dieser Größe gibt es kaum, fluviatile Sedimente sind meist größer.

In diesen Bereichen wird das feinkörnige Korngemisch zunächst zum Lockersediment. Durch eine Absenkung des Lockersediments beginnt die Gesteinsbildung (Diagenese) mit dem Prozess der Zementation der Sediment. Für das Einsetzen der Zementation sind dabei der höhere Druck und die höhere Temperatur in größerer Tiefe verantwortlich, denen die Sedimente nach dem Absenken ausgesetzt sind. Manchmal entsteht der für die Zementation notwendige lithostathische Druck auch einfach dadurch, dass sich immer neue Sedimentschichten an der Oberfläche ablagern, die den Druck auf die zuunterst liegenden Schichten immer weiter erhöhen.

Da Schluffsedimente überwiegend aus Quarz bestehen (siziliklastische Sedimente), spielen Prozesse der Drucklösung für die Zementation eine wichtige Rolle. Dabei werden durch den lithostatischen Druck, der auf den unteren Sedimentschichten lagert, die Mineralkörner des Quarzes im Bereich ihrer Kontaktflächen verändert. Es kommt zu einer Neukristallisation im Inneren des Gesteins und zu einer Neuanordnung der Kristalle, was die zuvor losen Sedimente verfestigt und zu Gestein werden lässt.

Fazit

Feine Tone, etwas gröberer Schluff und sandige Anteile sind alles Bestandteile sogenannter „bindiger“ Böden. Es gibt sie aber auch als Ablagerungen. Im Lauf der Zeit können sich diese Lockersedimente verfestigen und nach und nach zu festem Gestein werden. Aus Schluff entsteht so der Schluffstein.

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