Valser Quarzit

Quarzit ist ein metamorphes Gestein mit sehr hohem Quarzgehalt. Das Ausgangs-Gestein vor der Metamorphose ist Sandstein, manchmal auch Hornstein oder Kieselschiefer.

Der „Valser Quarzit“ aus dem Valser Tal im Bündener Oberland der Schweiz ist eine besondere Gesteins-Variante: eigentlich ist er ein Gneis, die Einordnung als „feinschiefriger Glimmerquarzit“ ist gesteinstechnisch aber zumindest auch nicht falsch. Für viele ist er einer der edelsten Natursteine der Welt.

Eigenschaften

Dabei verbindet das Gestein die gewolkte Struktur von Marmor mit mit der Oberflächenhärte von Granit. Die Farbe ist grau, je nach Lichteinfall zeigen sich aber Farbverläufe und ein leicht grünlicher Schimmer. Die Struktur wird bestimmt durch unterschiedliche Maserungen die durch großflächige Einschlüsse von Feldspat und funkelnde Quarz-Einschlüsse im Glimmerbett gebildet werden.

Technisch glänzt der Valser Quarzit durch Frost- und Tausalzbeständigkeit und die vielfältigen Möglichkeiten für Oberflächenbearbeitungen. Durch die hohe Härte ist der Abrieb nur sehr gering, der Naturstein ist auch hohen Temperaturschwankungen steht ist der Valser Quarzit sehr gelassen gegenüber. Das hält er spielend aus.

Weltweit bekanntes Material

Für die Stararchitekten ist Valser Quarzit ein ebenso vertrautes Material wie Feinsteinzeug – nahezu jeder bekannte Architekt der Meisterschule hat ihn irgendwo schon einmal eingesetzt. Für viele hochwertige Architektenhäuser ist er ebenfalls ein gesuchtes Material.

Die wohl bekannteste Fassade aus diesen Quarzitplatten ist die gesamte Außenhülle der Valser Therme (vom Stararchitekten Peter Zumthor entworfen), die komplett mit Valser Quarzit verkleidet ist. Das Gebäude in Vals wirkt dadurch wie ein riesiger Findling inmitten der schweizerischen Gebirgslandschaft – und die Therme ist eines der wenigen Gebäude, die beinahe direkt nach ihrer Errichtung schon unter Denkmalschutz gestellt wurden. Aber auch am Sechseläutenplatz in Zürich und am Bundesplatz in Bern hat man den Quarzit verbaut – ebenso wie am Bibliotheksgebäude der Yale-Univeristät in den USA.

Verwendung im Privatbereich

Der berühmte Naturstein lässt sich auch für viele andere Anwendungen einsetzen: vom Mauerstein über Boden- und Wandbeläge bis hin zu Riemchen für die Fassadenverkleidung kann man ihn gut verwenden – und sogar für besonders hochwertige Küchenarbeitsplatten oder für Gartenplatten.

Sehr häufig ist die Oberfläche dabei samtiert oder auch diamantgeschliffen, ganz allgemein sind aber viele verschiedene Oberflächenbearbeitungen möglich.

Valser Quarzit reinigen

Grundsätzlich ist der Quarzit ziemlich hart und widerstandsfähig, das gehört zu seinen typischen Eigenschaften und macht ihn eigentlich auch recht leicht zu reinigen. Besonders bei geschliffenen Oberflächen kommt es meist auch nur zu einer sehr geringen Schmutzanhaftung.

Säurehaltige Reiniger – oder auch „Hausmittel“ wie Essig oder Zitronensaft sollte man auf dem hochwertigen Quarzit-Belag keinesfalls einsetzen, auch Kalk- oder Sanitärreiniger sind absolut tabu. Beläge aus Quarzit sind zudem auch immer relativ kratzempfindlich – scheuernde und kratzende Reinigungsgeräte sollte man also ebenfalls auf keinen Fall einsetzen. Am besten verwendet man für Quarzit speziell geeignete Produkte aus dem Fachhandel. Auf den Einsatz eines Hochdruckreinigers sollte man übrigens ebenfalls verzichten, was die Zahl der möglichen „groben“ Reinigungsmethoden schon ziemlich weit einschränkt.

Die Entfernung von Flecken, das Aufbringen von Farbvertiefern (die den Quarzit auch wasserabweisend machen) oder von Imprägnierungen sollte man am besten dem Fachmann überlassen. Das Gleiche gilt auch für Verfärbungen oder Ausblühungen, die im Außenbereich etwa von Pflanzenresten stammen können.

Fazit

Über Valser Quarzit kann man sehr viel sagen – zusammenfassen lässt sich das kurz und knapp aber mit „Prädikat: einzigartig“. Er ist nicht nur eines der Lieblingsmaterialien von Stararchitekten (obwohl man ihn an sehr vielen bedeutenden Bauwerken findet), sondern auch ein einzigartiger und wunderschöner Stein für den Privathaushalt – egal ob als Boden- oder Wandbelag, auf der Terrasse, als Riemchen oder als Küchenarbeitsplatte. Obwohl Robustheit und Härte zu seinen hervorstechendsten Eigenschaften gehören, muss man bei der Reinigung dennoch umsichtig vorgehen. Schwierigere Reinigungsaufgaben und alle Behandlungen des Steins sollte man dabei grundsätzlich dem kundigen Fachmann überlassen, um nicht unbeabsichtigt oder aus mangelnder Kenntnis heraus dem Stein zu schaden.

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