Waschbeton

Bei Waschbeton-Platten handelt es sich um Platten aus Beton, bei dem durch ein spezielles Verfahren die Gesteinskörnung an der Oberfläche freigelegt (ausgewaschen) wird. Dadurch werden viele kleine, einzelne Steinchen sichtbar.

Herstellungsweise

Zum Herstellen von Waschbetonplatten wird ganz einfach die Oberfläche der Gußform mit einem Erstarrungsverzögerer behandelt. Dort wird das Abbinden des Betons verhindert und er kann an diesen Stellen einfach nach dem Aushärten ausgewaschen werden. Auf diese Weise wird die Gesteinskörnung (in den meisten Fällen Rundkorn) freigelegt, der nicht verfestigte Zement hingegen abgewaschen.

Die an der Betonoberfläche sichtbare Struktur und auch die Farbgebung der Oberfläche kann durch Auswahl der Körnung beim Herstellungsprozess direkt beeinflusst werden. Auch die Korngröße kann zum Erzielen verschiedener Gestaltungen unterschiedlich gewählt werden. Durch den Einsatz von Weißbeton und überwiegend hellen Gesteinskörnungen kann man auch hellen bis fast weiße Waschbetonplatten erzeugen.

Verwendung

Bis in die 70er Jahre waren Waschbetonplatten ein sehr häufig verwendetes Baumaterial, die Platten wurden dabei nicht nur als Gehweg-Belag eingesetzt (der im Gegensatz zu vielen anderen Belägen der damaligen Zeit hervorragend rutschsicher war), sondern auch als Fassadenelement verbaut. Beliebt waren auch Winkelstufen als Treppenbelag und sogar Mauer-Abdeckplatten aus Waschbeton.

Von diesen Verwendungen ist man in den letzten Jahren in der öffentlichen Bausubstanz und auf allen öffentlichen Flächen zunehmend abgegangen, da die Waschbeton-Optik zunehmend als „unschön“ und „trist“ angesehen wurde. Auch große Pflanzkübel aus Waschbeton findet man heute, ebenso wie die Waschbeton-Fassade und Waschbeton-Treppenstufen, nur noch selten.

Tipp: Einfach streichen kann man Waschbeton übrigens nicht – die meisten Fassadenfarben würden schlicht nicht halten oder sich sehr schnell wieder abreiben. Die einzige Möglichkeit bleiben Kunstharze (z. B. Expoxidharz) die einen entsprechenden Farbton in der Wunschfarbe enthalten.

Waschbeton reinigen

Wegen ihrer stark strukturierten Oberfläche kann sich auf Waschbetonplatten sehr schnell nicht nur Schmutz, sondern auch Moos- und Algenbefall breitmachen. Solche Beläge sollte man immer schon frühzeitig möglichst vollständig entfernen – nicht nur weil sie sich sonst sehr schnell ausbreiten und dann immer schwerer entfernbar werden, sondern auch weil sie bei Regen und nasser Witterung ein sehr hohes Rutschrisiko bergen.

Bei der Reinigung sollte man dabei zwar kräftig, aber niemals mit drastischen Mitteln zu Werke gehen. Das heißt: Hochdruckreiniger ja, scharfe und aggressive Reinigungsmittel nein. Neben dem Hochdruckreiniger bieten auch grobe Bürsten noch einigen Reinigungserfolg, zumindest wenn man sie mit Hingabe einsetzt. Beim Einsatz des Hochdruckreinigers sollte man natürlich auch immer darauf achten, keinen halben Wasserschaden an der angrenzenden Hauswand anzurichten, was durch die hohe Spritzwirkung oft schwierig ist.

Grünbeläge gehen ohne Chemie mit natürlichen Mitteln nicht immer vollständig ab – dennoch sollte man auf den Einsatz chemischer Mittel so weit es geht verzichten. Im öffentlichem Raum ist der Einsatz von unkrautbekämpfender Chemieprodukten sogar bei Strafe verboten. Auch im heimischen Garten sollte man daran denken, dass solche Mittel einerseits in den Beton einsickern und ihn schwer schädigen können, andererseits auch unweigerlich auf die umgebenden Rasenflächen und in den Boden gelangen und dort entsprechenden Schaden anrichten können.

Wenn man schon Reiniger auf Betonplatten einsetzt, sollten es möglichst säurehaltige Reiniger sein – wie schon erwähnt ist das für die an die verlegten Waschbetonplatten Pflanzen allerdings nicht immer ein Segen. Auch bei Grünbelagsentferner sollte man immer etwas vorsichtig sein. Auch Hausmittel wie Essig oder Zitronensäure sind nicht harmloser – sie sind für Pflanzen genauso schädlich wie reine Chemie (darum setzt man sie ja gegen Unkraut ein).

Nach der Reinigung sollten unbedingt auch die Fugen geprüft werden, besonders nach dem Einsatz des Hochdruckreinigers wurde dort oft einiges ausgewaschen, das man schnellstmöglich wieder ersetzen sollte. Fugensand sollte zur Reinigung also ebenfalls bereitstehen (außer die Fugen zwischen den Platten wurden zuvor schon vermörtelt).

Professionelle Reinigung ist oft effektiver und schonender

Anstatt sich mit gesundheitsschädlichen Reinigern oder Nachmittage lang mit schrubben zu plagen, ist der Einsatz des Profis mit professionellem Gerät, professioneller Arbeitsweise und professionellen Produkten von renommierten Hersteller meist viel eher zielführend. Dabei riskiert man auch nicht mehr schwere Schäden, die so mancher Hausbesitzer regelmäßig unabsichtlich im Übereifer der Reinigung anrichtet. Waschbeton ist robust – aber die Reinigung sollte trotzdem immer hoch professionell erfolgen.

Fazit

Waschbeton ist heute bei weitem nicht mehr so verbreitet wie noch vor 50 Jahren – niemand mag die Optik heute mehr. Als Gehweg-Belag und auch als Fassade erfüllt Waschbeton allerdings sehr gut den ihm zugedachten Zweck – und er glänzt mit enormer Robustheit und Haltbarkeit. Das regelmäßig notwendige Reinigen kann sich besonders bei Gehweg-Platten aber als durchaus aufwendig und mühsam gestalten. Statt aggressiver Reinigungsmittel, die schnell den Belag und angrenzende Pflanzenbewuchs massiv schädigen können, sollte man lieber den Profi an die Reinigung lassen. Das ist weniger mühsam, weniger riskant – und das Ergebnis ist fast immer sichtbar besser.

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