Kratzer im Naturstein

Kratzer aus Naturstein entfernen

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Kratzer aus Naturstein entfernen – das können Sie tun

Stein wirkt auf den ersten Blick wie ein unzerstörbares Material. Im Grunde ist er das auch. Gegen Kratzer und Verfärbungen ist aber kein Stein unempfindlich. Es kann durchaus zu Kratzern kommen. Wie man die dann beseitigt, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Wie entstehen Kratzer auf Naturstein?

Die Oberfläche von Steinen kann eine sehr unterschiedliche Härte haben. Selbst eine harte Oberfläche kann dabei allerdings kratzempfindlich sein.

Und selbst die härtesten Oberflächen kann man verkratzen. Der Unterschied liegt dann nur darin, wie tief die Kratzer gehen. Sichtbar sind sie allerdings immer – die Natursteinoberfläche mit ihrer Maserung deckt das nicht immer zu, sondern machen im Gegenteil die Kratzer im Naturstein oft sogar noch deutlicher sichtbar.

Besonders bei Küchenarbeitsplatten aus Stein sollte man sich vor Augen halten, dass Natursteine in dieser aufbereiteten Form keine unverwüstlichen Grobmaterialien sind, sondern im Gegenteil echte und hochwertige “Naturprodukte”. Als solche haben sie ihre Empfindlichkeiten, wodurch auch die Arbeitsplatte sehr empfindlich ist: Es kann Kratzer auf Naturstein geben, Verfärbungen, Flecken, nicht jeder Naturstein ist hitzebeständig. Man sollte seine Küchenarbeit also immer auf die gegebenen Empfindlichkeiten abstimmen und die Arbeitsplatte entsprechend wirksam auch gegen Kratzer im Naturstein schützen – und den Stein nicht mit Dingen quälen, für die er nicht gemacht ist.

Was ist bei der Reinigung und Pflege von Naturstein zu beachten?

Bei der Reinigung sind zwei Dinge grundlegend wichtig: das Vermeiden von Säuren und aggressiven Reinigern – und das Vermeiden von kratzenden Reinigungsgeräten.

Säuren setzen den meisten Steinen stark zu, insbesondere Granit und Marmor leiden besonders darunter. Kalksteine können sich dadurch verfärben, matt und stumpf werden und unschön ihren Glanz verlieren. Die gewöhnlichen Säuren in unserem Alltag werden dabei häufig unterschätzt: Essig und Essigreiniger enthalten bereits relativ viel Säure, Kalkreiniger häufig auch, und sogar in unseren Mineralwasserflaschen befindet sich eine kräftige Säureladung (auch Kohlensäure wirkt wie eine Säure, darum heißt sie so). Auch starke Laugen vertragen viele Steine nicht gut. Am besten reinigt man sie deshalb mit klarem Wasser, so viel man kann – und verwendet ansonsten höchstens einen für den Stein geeigneten säurefreien Grundreiniger.

Bei den kratzenden und scheuernden Reinigungsgeräten (denn auf die Idee Scheuerpulver auf Natursteinoberflächen einzusetzen kommt hoffentlich ohnehin niemand) muss man der Vollständigkeit halber noch hinzufügen, dass auch Mikrofaser aggressiver ist, als sie zunächst aussieht. Die flauschig weichen Tücher haben eine äußerst aggressive Mikrostruktur und sind sowohl für Glas als auch für polierte Holzoberflächen und ebenso für Stein kein Mittel für den Dauergebrauch. Es dauert zwar lange, bis sie ein nennenswertes Abstumpfen erzeugen, am Ende tun sie das aber immer.

Natürlich sollten Reinigungstücher immer sauber sein und keine Krümel oder Salzkörner oder ähnliches enthalten, während man sie verwendet.

Wie kann ich Kratzer aus Naturstein entfernen?

Wenn es aller Vorsicht zum Trotz zu Kratzern auf Natursteinoberflächen gekommen ist, gibt es zunächst eine gute Nachricht: Sehr viele Kratzer kann man durch Polieren zum Verschwinden bringen.

Hier gilt auch: bei Weichgesteinen wie Sandstein, Kalkstein oder auch bei Marmor ist das Aufpolieren der Steinoberfläche häufig deutlich einfacher als bei besonders hartem Gestein – wie etwa Granit. Geeignete Politur für den eigenen Stein findet man immer im Fachhandel. Schiefer ist das einzige Material, bei dem Kratzer gar nicht besonders auffallen – man kann sie getrost einfach belassen, durch den natürlichen Abtrag – besonders bei Schieferböden durch das Begehen – verschwinden sie oft ganz einfach von selbst wieder.

Bei gröberen Polierpasten oder gar Stahlwolle sollte man dagegen sehr vorsichtig sein. Nicht alles, was hier angeboten wird, ist auch wirklich dafür geeignet, Kratzer von Naturstein zu entfernen. In manchen Fällen macht man den Schaden durch die Kratzer im Naturstein damit sogar noch deutlich schlimmer. Vorsicht und Umsicht sind hier die Zauberwörter.

Gegebenenfalls kann man auch passende Füllstoffe verwenden, um tiefe Kratzer zunächst aufzufüllen und dann erst auszupolieren. Hier muss aber ebenfalls sehr genau darauf geachtet werden, welche Mittel man verwendet – und dass man fachgerecht aufpoliert. Angeboten werden sowohl spezielle Steinkitte als auch Acryl- oder Harzpasten. Man sollte sich hier genau überlegen, was man verwendet oder am besten beim Fachmann Rat suchen.

Solche Mittel muss man auch bei sogenannten Prellern (auch Tarolis) genannt, meist einsetzen. Dabei sind durch mechanische Einwirkungen winzig kleine mineralische Bestandteile aus dem Stein herausgebrochen – und haben dadurch Dellen oder Kratzer verursacht. Natursteine sind ein Naturmaterial, mit natürlichem und unregelmäßigem Gefüge – da kann das durchaus einmal vorkommen.

Kratzer in Natursteinböden
Kratzer in Natursteinböden

Wie poliere ich Naturstein?

Das Polieren des Autolacks und das Polieren von Naturstein haben nicht viel miteinander zu tun. Bei beidem geht man ganz unterschiedlich vor.

Um zunächst einmal keine Polierpaste zu benötigen, kann man erst einmal versuchen, mit einem angefeuchteten Mikrofasertuch (ja, es kratzt tatsächlich…) die sichtbaren Kratzer zu beseitigen. Sehr feine Stahlwolle oder Schleifpapier mit 800 – 1000er Körnung könnte man ebenfalls versuchen, auch hier ist Wasser ein gutes Hilfsmittel. Dabei sollte man aber sehr vorsichtig vorgehen und immer in kreisenden Bewegungen arbeiten. Gegebenenfalls kann man so bereits leichte Kratzer vom Naturstein entfernen.

Hilft das nicht oder nicht ausreichend, ist der nächste Schritt eine für den Stein geeignete Polierpaste. Auffüllen sollte man Preller oder tiefe Riefen zunächst einmal mit Hartwachs-Produkten, wenn nötig. Hier kann man noch nicht viel falsch machen. 2K-Produkte, die zwei verschiedene Komponenten enthalten und erst in Kombination aushärten, gehören allerdings in die Hände des Fachmanns. Hier kann man den Schaden ganz schnell “verschlimmbessern”.

Kratzer aus Naturstein lieber vom Fachmann entfernen lassen?

Wenn es sich um größere Kratzer, tiefe Schrammen oder großflächige Verkratzungen handelt, ist das eine Sache für den Fachmann.

Er kann die beschädigten Stellen nicht nur fachgerecht reparieren, er kann bei Bedarf auch andere Verfahren einsetzen, um die Oberflächenschäden zu beseitigen – etwa das Kristallisationsverfahren. Mit einfachem “Füllen” ist es dort nämlich oft nicht mehr getan. Auch ein sorgfältiges und großflächiges Abschleifen kann gegebenenfalls sinnvoll sein – wenn das notwendig ist, sollte man aber mit beträchtlichen Schleifkosten rechnen, besonders auf größeren Flächen.

Fazit

Naturstein ist empfindlich, weil es sich nunmal um ein Naturmaterial handelt. Kratzer im Naturstein können daher vorkommen.

Kleine Verkratzungen kann man mit einfachen Mitteln (angefeuchtetes Mikrofasertuch, sehr feine Stahlwolle, etc.) versuchen, auch selbst zu beseitigen, Preller und Riefen kann man am besten mit Hartwachs füllen.

Größere oder großflächige Schäden sollten aber immer vom Fachmann behoben werden, für den sind auch alle 2K-Produkte gedacht – als Laie sollte man die besser nicht auf unkundige Weise einsetzen. Wird das Kristallisationverfahren vom Fachmann eingesetzt, halten sich die Kosten oft noch in Grenzen, komplettes Schleifen großer Flächen kann allerdings schon ordentlich teuer werden.

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