Carraraboden

Carrara
Carrara

Carrara-Marmor ist eine der bekanntesten Marmorarten der Welt, genau genommen handelt es sich dabei aber um einen Handelnamen, der mehr oder weniger einen Überbegriff für insgesamt 50 verschiedene Marmorsorten darstellt. Der Name leitet sich von der italienischen Stadt Carrara ab, die in der Toskana liegt.

Der Marmor wird heute in sehr großen Mengen abgebaut, was erst mit moderner Technik und fortschrittlich organisierten Gewinnungsmethoden in den letzten Jahrzehnten möglich geworden ist. In früheren Zeiten konnte man den Aufwand dafür nur mit Mühe bewältigen, auch wenn der Marmor schon seit der Renaissance weltbekannt war und vor allem für die Steinbildhauerei ein wertvolles Ausgangsmaterial darstellte.

Auch die Römer errichteten schon seit kurz vor der Zeitenwende nahezu alle ihre Prunkbauten aus diesem Marmor, zwischen 600 n. Chr. und etwa 1.250 n. Chr. kam der Abbau in den Wirren der Geschichte aber vollständig zum Erliegen und wurde erst danach wieder langsam aufgenommen. Erst mit Michelangelo erlangte der Stein seine heutige Bedeutung.

Carrara-Marmor entstand aus den fossilen, kalkhaltigen Ablagerungen aus dem an der Stelle einst befindlichen urzeitlichen Meeres unter enorm hohen Drücken und bei sehr hohen Temperaturen. Durch spätere Hebung entstand ein riesiges Gebirge, das zum größten Teil aus Marmor besteht, einzelne Gesteinskörper können bis zu 10 km lang und 300 bis 400 m dick sein.

Carrara-Marmor als Bodenbelag

Die Hauptverwendung für Carrara-Marmor stellen heute Bodenbeläge, Treppenbeläge und Fensterbänke aus dem hochwertigen Naturstein-Material dar. Auch Naturstein-Fliesen aus Carrara-Marmor für den Innen- und Außenbereich werden hergestellt. Wandfliesen sind ebenfalls möglich.

Bei Bodenbelägen hat man die Wahl zwischen Fliesenboden und Natursteinplatten. Für beides gibt es Argumente, am Ende entscheidet meist, welche Variante optisch besser zur gewünschten Raumgestaltung passt und stimmiger aussieht. Die Gestaltung der Fugen kann besonders bei Fliesen die optische Wirkung noch einmal grundlegend verändern, Fugenfarbe und Fugenbreite sollte man bei der Planung für den Carraraboden also immer berücksichtigen.

Neben Bodenfliesen besteht auch die Möglichkeit, ein Mosaik aus Carrara-Marmor gestalten zu lassen und so einen ganz einzigartigen Carraraboden zu gestalten.

Wie hoch geschätzt Bodengestaltungen mit Marmor-Optik sind, erkennt man oft schon nach einem kurzen Besuch in einem Fliesenpark: Feinsteinzeug, das Marmor sehr realistisch imitiert, steht bei Bodenbelägen sehr hoch im Kurs und ist praktisch immer gefragt.

Carraraboden
Carraraboden

Reinigung- und Pflegetipps

Als Kalkstein, der noch dazu besonders offenporig ist, muss man beim Carraraboden von einer sehr hohen Empfindlichkeit gegenüber Säuren (wie bei jedem Kalkstein) aber auch von einer hohen Empfindlichkeit gegenüber Alkalien ausgehen. Daher muss man sehr umsichtig bei der Wahl der Reinigungs- und Pflegemittel vorgehen. Am besten verwendet man hier Spezialprodukte, die genau auf die Bedürfnisse von Oberflächen aus Marmor abgestimmt sind.

Vorsichtige Pflege ohne aggressive Reinigungsmittel ist hier ein absolutes Muss, eine Imprägnierung ist zumindest dringend empfehlenswert. Neben schonender Unterhaltsreinigung (dafür reicht oft schon warmes Wasser) ist auch eine regelmäßige Grundreinigung und Glanzpflege empfehlenswert. Auch Kristallisationsmittel kann man gut einsetzen, wenn der Marmor einmal seinen Glanz verloren hat.

Nach Jahren des Gebrauchs kann ein Carraraboden vom Fachmann gut aufgearbeitet werden – besonders diese hochwertigen Marmore mit ihrer relativ harten kristallinen Struktur sind gut aufzuarbeiten und abzuschleifen, wenn das nach den Jahren des Gebrauchs nötig sein sollte. Solche Aufarbeitungen sollte aber immer nur der erfahrene Fachmann durchführen.

Carraratreppe
Carraratreppe

Kosten von Carrara-Marmor

Die Preise richten sich stark nach der jeweiligen Marmorsorte: kosten Rohblöcke in den üblichen Qualität rund 1.500 EUR pro m³, muss man für Premium-Sorten nahezu bis zum Zehnfachen dieses Preises rechnen.

Betrachtet man die Plattenpreise, kann man bei 2 cm Plattenstärke für typische Sorten mit Preisen zwischen 120 und 200 EUR pro m² rechnen, für hochwertige Sorten dann oft 500 EUR pro m² und mehr.

Besonders teure Sorten sind etwa der berühmte Bildhauer-Marmor Statuario, daneben auch Calacatta oder Arabescato.

Fazit

Mit einem Carraraboden hat man ein Stück imposanter Geschichte im Haus – und einen Bodenbelag, dessen Exklusivität man schon vor Jahrtausenden zu schätzen wusste. Das ist die Mühe für die sorgsame Pflege, die der Boden braucht, allemal wert. Und auch den nicht geringen Preis, mit dem man für einen Carraraboden meist rechnen muss.

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