Chinesischer Blaustein

Chinesischer Blaustein
Chinesischer Blaustein

Die Bezeichnung Blaustein ist keine „offizielle“ Bezeichnung, sondern lediglich der Handelsname für zum Teil ganz unterschiedliche Steinsorten.

Blausteine rund um die Welt

Im deutschsprachigen Bereich ist vor allem der „Rechte Blaustein“ bekannt, ein Schiefer aus dem Aachener Raum, daneben auch der „Aachener Blaustein“, der dagegen ein Kalkstein ist. Beide werden heute nicht mehr abgebaut, da die Vorkommen erschöpft sind, an vielen älteren Bauwerken (vorwiegend Kirchen) sieht man sie allerdings noch recht häufig. Ersatz dafür ist heute häufig der „Belgisch Granit“, der ungeachtet seines Namens ebenfalls ein Kalkstein ist.

In englischsprachigen Ländern wird mit dem Namen „Bluestone“ jeweils ganz unterschiedliches Gestein bezeichnet: In Australien und Neuseeland sind das überwiegend bestimmte Basalt-Gesteine, in einigen Gegenden Australiens und in Großbritannien (auch bei den berühmten Blausteinen in Stonehenge) hingegen Dolerite, in Süd-Australien werden auch einige Schiefer so bezeichnet.

In den USA und Kanada ist der „Bluestone“ meist ein stark feldspathaltiger Sandstein.

Aus Belgien, Irland und China stammende Blausteine (Chinesischer Blaustein, Belgischer Blaustein, Irischer Blaustein) sind Kalksteine.

Chinesischer Blaustein

Bei Chinesischem Blaustein, wie er bei uns angeboten wird, handelt es sich um einen grauen bis graublauen Kalkstein, der auf unterschiedliche Weise bearbeitet sein kann (zB. geflammt oder getrommelt). Seine Farbe wird immer stark von der jeweiligen Bearbeitungsweise beeinflusst, je nach Art der Bearbeitung kann der Stein heller oder dunkler gefärbt sein. Seine Optik und Farbgebung erinnert bei den meisten Steinvarianten ein wenig an stone-washed Jeans, ist also ziemlich modern und dennoch beruhigend in ihrer Optik. Gelegentlich können an der Oberfläche Aderungen in helleren Grautönen zu sehen sein, die von verhärteten Einschwemmungen von Ton in das Sediment stammen und die Steinoberfläche bei einzelnen Steinen deutlich lebendiger wirken lassen.

Anders als Granit, der ein ausgesprochener Hartstein ist, gehören Kalksteine wie der Chinesische Blaustein zu den Weichgesteinen. Härte und Witterungsresistenz sind damit geringfügig geringer, vorhandene Toneinschlüsse sind immer eine Schwächezone im Stein, bei der vor allem im Hinblick auf die Frostfähigkeit besonders geachtet werden muss.

Chinesischer Blaustein wird tatsächlich nur in China abgebaut und bei uns sehr häufig für Bodenbeläge aus Natursteinplatten im Innen- und Außenbereich eingesetzt, selten auch für Blockstufen oder Palisaden im Außenbereich. Darüber hinaus bestehen aber – wie bei den meisten Kalksteinen – durchaus noch andere Verwendungsmöglichkeiten. Die sehr dekorativen Blausteinplatten können durchaus auch als hochwertige Wandverkleidung, als Poolumrandung oder für die Herstellung von Arbeitsplatten eingesetzt werden.

Chinesischer Blaustein oder Belgischer Blaustein?

Zwei Varianten, die immer wieder gegeneinander abgewogen werden, sind die chinesische und die belgische Variante. Häufig wird befürchtet, Chinesischer Blaustein wäre die „minderwertigere“ Variante – was aber tatsächlich nicht stimmt.

Chinesischer Blaustein ist die deutlich ältere Variante und dolomitreicher als der Belgische Blaustein. Dieser Dolomitanteil kann mit der Zeit für eine leichte Braunfärbung des Steins sorgen, die aber kein Zeichen für Qualitätsmangel sondern einfach eine typische Eigenschaft für diesen Stein ist.

In der belgischen Variante, die meist deutlicher blaugrau ist, finden sich häufig zahlreiche kleine Fossilien, diese Steinsorte kann im Lauf der Zeit kleine, schwarze Flecke bekommen. Auch das ist kein Zeichen für mangelnde Qualität, sondern ebenfalls einfach ein Steinmerkmal.

Die grundlegende Qualität beider Steine ist aber vergleichbar, allein die Steinsorte bedingt keinen Qualitätsunterschied. Für beide Steine gibt es mittlerweile auch ein sehr aussagekräftiges Qualitätskontrollsystem, das die Steine in eine Qualitätsklasse von A – D einteilt. Beim Kauf kann man sich gut auf diese Qualitätsklasse verlassen – bei beiden Steinen. Chinesische Varianten sind aber nicht selten merklich günstiger als die belgischen.

Chinesischer Blaustein: Reinigungs- und Pflegetipps

Wie bei allen Kalksteinen sind auch beim Blaustein alle säurehaltigen Reinigungmittel auf jeden Fall tabu. Auch tensidhaltige Reinigungsmittel schaden dem Stein auf lange Sicht, der Hochdruckreiniger ebenso.

Für die Reinigung und Pflege sollte – auch im Außenbereich – immer auf spezialisierte Reinigungsmittel für Kalksteine aus dem Fachhandel zurückgegriffen werden (z. B. säurefreie Grundreiniger, Fleckenentferner für Kalkstein, etc.). Hausmittel zur Reinigung (Schmierseife, Essig, Zitronensäure oder Ähnliches) sollte man ebenfalls niemals verwenden.

Eine Imprägnierung der Steinoberfläche ist dringend zu empfehlen, sie reduziert die Saugfähigkeit des Steins und damit auch im Außenbereich die Fleckenbildung. Welche Imprägnierung sich im Einzelfall am besten eignet, darüber sollte man sich möglichst vom Fachmann beraten lassen.

Fazit

Mit seinem minimalistischen und doch eleganten Auftreten und seinem dezenten, gleichförmigen Farbton bietet Chinesischer Blaustein sehr viele hochwertige Gestaltungsmöglichkeiten sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Größere Steinflächen können durchaus eine beruhigende optische Wirkung auf ihre direkte Umgebung ausüben, besonders bei minimalistischen Stilen ist genau das auch gewünscht. Für ein bisschen mehr Lebendigkeit sorgen Blausteine mit aderförmigen Toneinschlüssen, die man aber im Außenbereich eher mit etwas Vorsicht einsetzen sollte, da es sich dabei um potenzielle Schwachstellen des Steins bei Frost handelt.

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