Sienesischer Marmor

Bei kaum einem anderen Gestein werden so viele verschiedene Sorten unterschieden wie bei Marmor. Viele Sorten sind gut bekannt, wie etwa der Carrara Marmor, aus dessen hochwertiger Variante „Statuario“ seit der Antike viele bekannte Kunstwerke gefertigt wurden. Sienischer Marmor stammt aus der Provinz Siena in Italien und wird im Val dElsa abgebaut. Besondes bekannt und geschätzt ist die gelb-orange gefärbte Variante, der Giallo di Siena.

Gesteinszuordnung

Wie bei allen Marmoren im eigentlichen (petrographischen) Sinn, handelt ist auch sienesischer Marmor ein metamorphes Gestein (Umwandlungsgestein). Ausgangsgestein ist immer Kalkstein oder ein anderes carbonatreiches Gestein. Für die petrographische Kategorie „Marmor“ ist ein Anteil von mindestens 50 % Calcit, Dolomit oder Aragonit erforderlich. Die in diese Kategorie fallenden Marmore können dabei am Ende sehr unterschiedlich aussehen, je nachdem, wie die einzelnen Steine zusammengesetzt sind.

So ist der überwiegend aus Dolomit bestehende Dolomitmarmor (wie etwa der Cipollino Damascato mit seinem zwiebelartig geschichteten Dekor) sehr selten, Silikatmarmore sind ebenfalls relativ selten, stellen eine aber eine Sondergruppe mit meist sehr interessantem Dekor dar, noch seltener sind Silikatgranatmarmore. Bei beiden ist das Ausgangsgestein ein Kalkstein mit größerer Silikatdurchsetzung.

Farbvarianten beim Siena Marmor

Die typische und bekannteste Farbvariante beim Siena Marmor ist gelblich-orange („Giallo di Siena“). Der etwas weniger bekannte „Blue Siena“ weist dagegen einen leicht bläulichen bis gräulichen Schimmer auf.

Sienesischer Marmor mit grauer Farbe eine sehr natürlich und dabei sehr lebhaft wirkende Variante mit unregelmäßiger Zeichnung. Mit Naturhölzern lässt sich eine solche Naturstein-Oberfläche besonders gut kombinieren. Um die Kombinationsfähigkeit zu testen, sollte man aber immer ein Muster verwenden.

Andere bekannte Marmorsorten

Der Carrara Marmor wurde bereits erwähnt. Allein bei ihm unterscheidet man 50 verschiedene Sorten unterschiedlicher Optik, Qualität und Herkunft aus dem Abbaugebiet. Neben dem „Statuario“ sehr bekannt ist auch der „Bardiglio“.

Gut bekannt und optisch sehr eindrucksvoll sind auch unter anderem:

  • der „Aksehir“ (Türkei), einzigartig mit schwarzem Grundkörper und hellgrauen bis weißlichen Einsprengseln
  • der „Estremoz“ (Portugal, Region Alejento), typisch cremefarben bis rosa gefärbt
  • der „Trigaches“ (Portugal, Region Alejento)
  • der „Lappia Green“ (Finnisch-Lappland bei Kittilä)
  • der „Thiersheimer Marmor“ (Thiersheim in Bayern)
  • der „Bardiglio“

Fazit

Marmor fasziniert – petrographisch durch seine riesige Vielfalt und die komplexe Entstehungsgeschichte, als Naturstein durch seine oft eindrucksvolle Optik. Sienesischer Marmor, speziell der „Giallo di Siena“ ist da keine Ausnahme. Er besticht mit seiner einzigartigen Optik und seinem unverwechselbaren Farbton.

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