garten pflastern

Garten pflastern

Garten pflastern als dekoratives Projekt

Einen ausgewählten Teil im Garten zu pflastern erfolgt nicht immer nur aus praktischen Überlegungen. Denn durch die große Auswahl attraktiver Pflastersteine wirkt eine gepflasterte Fläche zusätzlich dekorativ. Ob Sie einen Sitzplatz im Garten pflastern, einen Rahmen für ein besonderes Beet pflastern oder eine Fläche für den Pavillon: Steinflächen sind nicht nur praktisch, sondern auch ein attraktives Gestaltungselement. Dieser Artikel informiert Sie über das richtige Garten pflastern und hält für Sie so manche gute Idee bereit.

Garten pflastern: Unser großer Ratgeber für Ihr Projekt

Sie planen bereits seit längerer Zeit, einen Gehweg im Garten zu pflastern oder mit ausgewählten Steinen eine gemütliche Sitzecke zu gestalten. Vielleicht möchten Sie auch einen bienenfreundlichen Öko Garten gestalten, um Wildbienen durch ausgewählte Pflanzen Nahrung für das ganze Jahr zu bieten. Und endlich ist soweit und Sie sind dazu bereit, Ihr Projekt zu realisieren. Allerdings sind Sie sich noch nicht sicher, wie Sie dabei vorgehen sollen oder worauf Sie beim Garten pflastern achten sollen. Auf diese Fragen finden Sie hier ausführliche Antworten.

Was muss man beim Garten pflastern beachten?

Bevor Sie mit dem Garten pflastern beginnen, fragen Sie bei Ihrer Kommune nach, wie hoch die Grundflächenzahl Ihres Grundstücks ist. Dies ist der Anteil der über- und bebaubaren Fläche eines Grundstücks. Diese Grundflächenzahl ist oft sehr unterschiedlich und kann sogar innerhalb einer Gemeinde variieren. Ist beispielsweise eine Grundflächenzahl von 0,3 vorgegeben, dürfen maximal 30 % der verfügbaren Fläche überbaut, gepflastert oder anderweitig versiegelt werden.

Ein Gebäude mit einer Grundfläche von 130 Quadratmetern auf einem 500 Quadratmeter großen Grundstück beansprucht bereits 26 %, hinzu kommen vielleicht noch eine gepflasterte große Zufahrt und eine Terrasse auf der Rückseite des Hauses. Dadurch kann es sein, dass ein zusätzlicher Sitzplatz oder Gartenweg bereits die erlaubte versiegelte Fläche übersteigt.

Vorgarten pflastern kann genehmigungspflichtig sein

Wohnen Sie in einem denkmalgeschützten Gebäude, kann es sein, dass Sie für das Pflastern des aktuell bestehenden Vorgartens eine Baugenehmigung benötigen. Dies kann auch für andere Wohngebäude gelten, sofern Sie eine bestehende Grünfläche pflastern, um sie zukünftig als Einfahrt mit Straßenanschluss zu nutzen.

Wollen Sie Ihren Vor-Garten pflastern, informieren Sie sich im Idealfall bei Ihrer Kommune über eventuell vorhandene Einschränkungen.

Welche Steine oder Platten für welchen Zweck?

Spricht man vom Garten pflastern, denken viele an Betonsteine. Dies ist allerdings nicht ganz richtig. Denn Pflastersteine sind aus Beton und aus Naturstein erhältlich. Aber auch das Verlegen von Natursteinplatten unterscheidet sich vom Garten pflastern mit Naturstein nicht gravierend. Nur bei der Endausführung gibt es spezifische Unterschiede. So dürfen Natursteinplatten nicht abgerüttelt werden, da großformatige Platten dadurch brechen könnten.

Gehen wir jedoch davon aus, dass Sie die von Ihnen geplante Fläche tatsächlich pflastern möchten. In diesem Fall stehen Ihnen unterschiedliche Varianten an Pflastersteinen zur Auswahl.

  • Natursteinpflaster aus Granit, Porphyr, Basalt, Marmor oder Grauwacke
  • Pflastersteine aus Beton
  • Pflasterklinker und Pflasterziegel aus gebranntem Ton

Natursteinpflaster – optisch besonders attraktiv

Natursteinpflaster ist besonders resistent gegen Umwelteinflüsse und zuverlässig frostbeständig sowie rutschhemmend. Auch gegenüber Tausalz sind diese Steine sehr resistent. Naturpflastersteine weisen eine eher unregelmäßige Größe auf, wodurch das Verlegebild lebhaft und abwechslungsreich wirkt. Vor allem dann, wenn Sie Steine aus unterschiedlichem Gestein verwendeten. Natursteinpflaster eignen sich durch unregelmäßigere Form auch sehr gut für Gartenmauern, um ein besonderes und insekten- und bienenfreundliches Ökosystem aus versteckten Nischen und Pflanzen zu gestalten.

Natursteinpflaster ist in den drei klassischen Formaten Großsteinformat, würfelförmiges Kleinsteinformat und als würfelförmiges Mosaikformat erhältlich.

  • Großsteinformat: Länge 12 – 22 cm, Breite 12 – 16 cm, Tiefe 13 – 16 cm
  • Kleinsteinformat: Kantenlänge 8 – 10 cm
  • Mosaikformat: Würfelkantenlänge 4 – 6 cm

Pflastersteine aus Beton – industriell hergestellt und preisgünstig

Die industriell hergestellten Pflastersteine aus Beton werden industriell gefertigt und sind sehr preisgünstig. Sie eignen sich durch die sehr genauen Abmessungen für die sehr gleichmäßige Verlegung und sind in zahlreichen Varianten verfügbar.

Beton-Pflastersteine sind in verschiedenen Formen und Farben verfügbar und erfüllen zum Teil besondere Funktionen.

  • Sickerpflastersteine ideal, um den Öko Garten zu gestalten
  • Rasengittersteine können begrünt werden
  • Verbundpflaster für besonders tragfähige Pflasterungen

Pflasterklinker und Pflasterziegel

Diese besonderen Pflastersteine werden aus einer Ton- oder Lehm-Mischung hergestellt und wie normale Dachziegel nach dem Trocknen gebrannt. Allerdings wird Pflasterklinker bei deutlich höheren Temperaturen gebrannt als Pflasterziegel. Dadurch erhält der Klinker eine fast porenfreie Oberfläche, die kein Wasser aufnimmt. Dies wirkt sich positiv auf die Frostbeständigkeit aus, wodurch sich Pflasterklinker sehr gut für verschiedene der Witterung ausgesetzte Freiflächen eignet. Der Pflasterziegel ist durch die niedrigeren Brenntemperaturen deutlich weicher und vor allem poröser.

Pflasterziegel und Pflasterziegel sind in verschiedenen Farbtönen erhältlich, die sich durch die Zugabe von Eisen, Mangan und anderen Zusätzen ergibt.

Garten pflastern – Kosten und Nachhaltigkeit von Pflastersteinen

Vor allem Pflastersteine aus Beton sind eine preisgünstige Möglichkeit, dekorative Wege oder Sitzflächen im Garten zu pflastern. Sie sind in zahlreichen Formen und Farben erhältlich und können in verschiedenen Mustern verlegt werden. Pflastersteine aus Naturstein oder Pflasterklinker, sind deutlich teurer, überzeugen jedoch durch eine besonders attraktive Optik.

Unabhängig davon, für welchen Pflastersteintyp Sie sich entscheiden, ist die Nachhaltigkeit besonders hoch. Denn mit Pflastersteinen gestaltete Flächen oder Wege sind äußerst langlebig und halten viele Jahre. Durch die überwiegend regionale Produktion ist die Ökobilanz ebenfalls sehr gut.

Die beste Ökobilanz weisen allerdings die teureren Naturpflastersteine auf. Dadurch sind sie ideal, um damit einen Öko Garten zu gestalten.

Pflasterflächen im Garten richtig planen und anlegen.

Bevor Sie Ihr Projekt Garten pflastern realisieren, sollten Sie es umfassend planen. Denn es gibt viele Aspekte vom ökologischen Einfluss bis zum richtigen Verfugen zu beachten.

Detaillierte Planung

Planen Sie das Garten pflastern bis ins kleinste Detail. Besonders wichtig ist eine maßstabsgetreue Zeichnung. Messen Sie die Fläche, die Sie pflastern möchten genau aus und stecken Sie diese exakt ab. Vor allem bei geschwungenen Wegen ist dies besonders wichtig.

Das Abstecken der Fläche ist der nächste Schritt. Denn nur so können Sie die Gesamtfläche, die Menge des Aushubs und die erforderlichen Materialien exakt berechnen. Immerhin benötigen Sie nicht nur Pflastersteine, sondern auch Sand, Kies und Schotter für einen stabile Tragschicht.

Denken Sie daran, dass Sie für das Material eine ausreichend große und für Lieferanten gut erreichbare Lagerfläche benötigen. Dies sollte nicht zu weit entfernt von der Stelle sein, die gepflastert wird.

Untergrund richtig vorbereiten

Ein ideal vorbereiteter Unterbauist die Grundlage für das erfolgreiche Gelingen. Prüfen Sie den Untergrund sehr genau und führen Sie an mehreren Stellen einen Probeaushub bis zu einer Tiefe von 30 bis 35 Zentimeter durch. So sind Sie vor unangenehmen Überraschungen wie bisher unbekannten Betonflächen geschützt. Denn vor allem dann, wenn Sie ein älteres Haus und Grundstück mit mehreren Vorbesitzern kaufen, befinden sich unter der Oberfläche so manche unerwartete Überraschungen. Durch den Probeaushub wissen Sie bereits im Vorfeld, ob Sie für die Vorbereitung des Untergrundes zusätzliche Geräte benötigen.

Kleine oder große Fläche – die passenden Steine und Muster

Abhängig von der Größe der Fläche wählen Sie die passenden Steine sowie das Verlegemuster aus. Für kleinere Flächen oder schmale gewundene Wege empfehlen wir möglichst kleine Steine wie das Mosaikformat. Das Groß- oder Kleinformat wirkt nur bei entsprechend größeren Flächen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Verlegemuster. Sind Sie handwerklich besonders geschickt, ist die Auswahl beinahe unbegrenzt. Für Anfänger oder weniger talentierte Handwerker empfehlen wir den Reihen- oder Blockverband.

  • Kreuzfugen Verband weist eine exakt rasterförmige Ausrichtung auf
  • Halber Verband – Pflastersteine werden abwechselnd versetzt gelegt
  • Diagonal Verband – Steine verlaufen diagonal zur Wegführung
  • Ellenbogen Verband – komplexes Verlegemuster für Pflasterklinker
  • Fischgrät Verband – ideal für geneigte und hoch tragfähige Flächen
  • Mittelstein Verband setzt gestalterische Akzente
  • Block- oder Parkettverband mit blockweiser Reihung von jeweils zwei Steinen
  • Schuppenbogenverband – halbkreisrunde Verlegung der Steine
Verlegemuster Pflastern
Verlegemuster

Richtig verfugen für längere Haltbarkeit

Wie Sie die Fläche verfugen, hängt von der Nutzung und den Eigenschaften des Steins ab. Verwenden Sie Fugensand oder Fugensplitt, erhalten Sie eine gepflasterte Fläche, durch die Regen gut absickern kann. Allerdings müssen die Fugen jedes zweite bis dritte Jahr neu mit Sand gefüllt werden. Wobei das Neufüllen der Fugen mit geringem Zeitaufwand verbunden ist. Eine Alternative sind aushärtende Fugenfüller. Sie verhindern das Auswaschen der Fuge und Unkraut findet kaum Möglichkeit, Fuß zu fassen. Dadurch ist diese Form des Verfugens langfristig besonders zeitsparend, da sie über viele Jahre hält.

Natursteintreppe im Garten

Last, but not least: Der ökologische Aspekt

Eine wichtige Überlegung, die keinesfalls vergessen werden sollte, ist der ökologische Aspekt. Vor allem dann, wenn Sie einen Öko Garten mit individuellem Ökosystem gestalten wollen. In diesem Fall bieten sich spezielle Drain- oder Ökopflaster (Sickerpflastersteine) an. Alternativ sollten Sie die Betonsteine zumindest mit breitem Fugenabstand pflastern, um die Versickerungsfläche zu maximieren.

Aushärtende Fugenfüller sind in diesem Fall tabu. Sie würden nicht nur das Versickern des Regenwassers eindämmen, sondern auch die Ansamung einer gewissen Menge an Wildkräutern in den Fugen verhindern. Dies ist jedoch für ein für Wildbienen ideale Ökosystem kontraproduktiv. Hinzu kommt, dass ein leichter Bewuchs der Fugen in Kombination mit Natursteinpflaster besonders romantisch-natürlich wirkt. Alleine durch durchlässige Fugen und entsprechende Sickerpflastersteine können Sie Bienen und Insekten im Garten fördern.

Ideen zum Garten pflastern

Pflastersteine bieten eine beinahe unbegrenzte Vielfalt an Ideen, gepflasterte Flächen als dekorative Gestaltungselemente zu nutzen. Dabei müssen es nicht immer die typischen viereckigen Pflastersteine sein, die sie zum Garten pflastern verwenden. Steine im Großformat bilden geometrisch exakt abgegrenzte Flächen im modernen Garten, während unregelmäßig geformte Natursteinplatten einen geschwungenen Weg durch die verschiedenen Gartenräume bilden.

Garten pflastern mit Steinen im Großformat
Verwendung von Steinen im Großformat
Sitzecke Grillecke im Garten
Gemütliche Grillecke im Garten

Kreisrunde Flächen schließen an die Form des runden Pools oder Gartenteichs an und werden zur attraktiven und von Grünpflanzen gesäumten Sitzfläche inmitten der liebevoll gestalteten Gartenlandschaft. Selbst der Mix aus verschiedenen Farben der Pflastersteine setzt attraktive und für das Auge angenehme Akzente.

Lassen Sie sich vor Ihrer Entscheidung für die passenden Pflastersteine von den zahlreichen Beispielen, die Sie im Netz finden, inspirieren.

Gartenweg anlegen und pflastern

Ob Sie einen Gartenweg anlegen oder einen Bereich im Garten pflastern, um eine zusätzliche Sitzfläche zu gestalten: Die Arbeitsschritte sind sehr ähnlich und jedes Projekt beginnt mit der Vorbereitung des Untergrundes.

Die nachfolgende Materialliste informiert Sie über das erforderliche Material, das Sie zum Garten pflastern benötigen. Unabhängig davon, ob Sie einen Gartenweg oder eine Sitzfläche im Garten pflastern.

  • Pflastersteine in ausreichender Menge
  • Randsteine
  • Sand, Kies, Splitt
  • Beton
  • Frostschutz
Gartenweg selbst pflastern mit Natursteinen
Gartenweg selbst pflastern

Werkzeuge zum Garten pflastern

Für ein professionelles Ergebnis ist folgendes Werkzeug erforderlich:

Werkzeuge zum Garten pflastern
  • Spaten
  • bei größeren Flächen Minibagger für den Aushub
  • Schubkarre
  • Richtschnur
  • Metermaß
  • Steinschneider oder Steinknacker
  • Gummihammer
  • Rechen zum Glattziehen der Schichten des Unterbaus
  • Wasserwaage
  • Rüttelplatte
  • Besen zum Verfugen

Schritt für Schritt im DIY-Verfahren Garten pflastern

Sie haben die Fläche genau vermessen und abgesteckt und die erforderliche Menge an Material wie Pflastersteine, Sand, Kies und Schotter genau berechnet? Dann können Sie mit dem Ausheben des Unterbaus beginnen.

Schritt 1: Untergrund sorgfältig vorbereiten

Orientieren sie sich genau an der abgesteckten Linie und heben Sie die Fläche entsprechend aus. Verwenden Sie bei größeren Flächen einen Minibagger. Diesen können Sie zu günstigen Preisen anmieten.

Der Aushub für einen Gehweg oder eine Sitzfläche sollte mindestens 30 bis 35 Zentimeter betragen. Allerdings wird die Tiefe des Aushubs von verschiedenen Kriterien wie Bodenbeschaffenheit und Klima beeinflusst und kann bis zu 90 Zentimeter betragen. Die regional optimale Aushubtiefe erfahren Sie bei Ihrem Bauamt vor Ort.

Schritt 2: Randsteine als Wegbegrenzung verlegen

Der erste Schritt nach dem Aushub ist das Verlegen der Randsteine. Die dafür erforderliche Betonschicht von 10 bis 20 Zentimeter Höhe liegt auf einem Schotterbett, das Sie entlang des Randes aufschütten. In dieses Streifenfundament legen Sie nun Randstein für Randstein und klopfen diese mit dem Gummihammer so fest, dass sich alle Steine auf gleicher Höhe befinden. Die erforderliche Höhe haben Sie vorher mit der Richtschnur festgelegt. Nachdem alle Randsteine an ihrer Position sind, werden sie bis zu einem Drittel ihrer Höhe im Beton fixiert.

Schritt 3: Bettung für die Pflasterfläche anlegen

Ist das Betonbett der Randsteine ausreichend ausgehärtet, legen Sie den Unterbau an. Er bildet in fertigem Zustand die wichtige Tragschicht und fördert das Versickern des Regenwassers über eine ausreichend große Fläche. Zusätzlich sorgt sie für die Stabilität der gepflasterten Fläche für die nächsten Jahre.

Zuerst verteilen Sie den Frostschutz und rütteln ihn fest. Dann füllen Sie die erste Schicht des Unterbaus aus Schotter oder Kies mit einer Körnung von 32 Millimetern ein und verteilen das Material gleichmäßig mit dem Rechen.

Abhängig von der Tiefe des Aushubs ist diese Schicht 10 bis 30 Zentimeter hoch und weist ein vom Gebäude wegführendes Gefälle von ungefähr zwei Prozent auf. Die genaue Schütthöhe orientiert sich an der Aushub-Tiefe. Bei einem Aushub von 30 Zentimetern, sind 10 Zentimeter Kies erforderlich. Abschließend wird das Kiesbett mit der Rüttelplatte verdichtet.

Die nächste Schicht ist eine ungefähr fünf Zentimeter hohe Sandschicht oder alternativ Splitt in einer Körnung von zwei bis fünf Millimeter. Berücksichtigen Sie beim Abziehen dieser Schüttung ebenfalls ein ausreichend hohes und vom Gebäude wegführendes Gefälle berücksichtigen. Nach dem Abziehen darf die Fläche nicht mehr betreten werden.

Schritt 4: Pflastersteine verlegen

Nun beginnen Sie mit dem Verlegen der Pflastersteine nach der genauen Beschreibung des Verlegemusters, das Sie ausgewählt haben. Beachten Sie dabei das erforderliche Gefälle und die gleichmäßige Fugenbreite von drei bis fünf Millimetern. Eine Ausnahme stellen oft Natursteinpflaster dar, die bewusst mit größeren Fugenbreiten verlegt werden. Prüfen Sie beim Verlegen der Steine immer wieder das Gefälle von zwei Prozent, wobei die exakt gespannte Richtschnur Sie beim exakten Verlegen zusätzlich unterstützt. Mit dem Gummihammer richten Sie die Steine präzise im Sandbett aus.

Den Zuschnitt der Steine führen Sie mit dem Steinschneider aus. Dieser eignet sich sehr gut für längere Schnitte an Platten und dickere Steine, ist jedoch sehr laut und verursacht viel Staub. Für dünnere und nicht splitternde Steinplatten bietet sich der manuelle Steinknacker an, sofern keine millimetergenauen Schnitte erforderlich sind. Er arbeitet staubarm, sehr leise und bildet natürlich wirkende Schnittkanten.

Schritt 5: Verfugen der Pflasterung

Sind alle Pflastersteine verlegt, verfugen Sie die gesamte Fläche mit Fugensand oder aushärtendem Fugenfüller.

  • Fugensand für kleinere Pflastersteine
  • Fugensplitt in der Körnung 2 bis 3 Millimeter für größere Pflastersteine
  • aushärtenden Fugenfüller, wenn das Auswaschen verhindern möchten

Verteilen Sie den Fugensand oder Fugensplitt mehrfach auf der Fläche und kehren Sie ihn immer wieder sorgfältig in die Fugen ein, bis alle Fugen gefüllt sind. Aushärtender Fugenfüller wird nach den Angaben des Herstellers verarbeitet.

Verlegen Sie sogenanntes Drain- oder Ökopflaster, auch als Sickerpflasterstein bekannt, verwenden Sie zum Verfugen Splitt. Dadurch ist die gesamte Fläche, die Sie im Garten pflastern, vollständig wasserdurchlässig.

Schritt 6: Abrütteln der gepflasterten Fläche

Reinigen Sie die Fläche gründlich von überschüssigem Fugenmaterial, um eine Beschädigung der Oberfläche beim Abrütteln zu verhindern. Dann beginnen Sie, die Fläche gleichmäßig abzurütteln, um sie dauerhaft zu verfestigen. Eine abschließende Sandschicht verfüllt die Fugen, in denen sich der Sand zu tief gesetzt hat.

Romantische Sitzecke im Garten pflastern

Romantische Sitzecke im Garten gepflastert

Für eine romantische Sitzecke benötigen Sie oft nicht mehr als schön gefärbte kleinere Pflastersteine und eine besondere Verlegetechnik wie den Schuppenbogenverband. Gehen Sie genauso vor, wie in der Schritt für Schritt Anleitung für den Gartenweg.

Für die Gestaltung einer schönen Sitzgelegenheit können Sie ebenfalls aufeinander geschichtete Pflastersteine nutzen, die sie mit Beton verbinden. Als Sitzfläche dient eine dickere Platte aus Stein oder Holz. Besonders idyllisch wirkt die Sitzecke, wenn sie auf der Rückseite von Blumenbeeten oder höheren Sträuchern umrahmt wird und der Zugang über einen Rosenbogen erfolgt.

Ökologische Flächen mit richtigen Pflastersteinen

Um einen Garten insektenfreundlich zu gestalten, sind bestimmte Voraussetzungen erforderlich. Dazu zählt nicht nur die auf einen Garten für Insekten abgestimmten Pflanzen, sondern auch Mauerwerk mit ausreichend Fugen. Hier bieten sich vor allem Natursteinpflaster oder an den Kanten bearbeitete Pflastersteine aus Beton an. Denn nur so erzielen Sie bei einer speziell für Insekten angelegten Mauer auf die Bedürfnisse der Insekten im Garten abgestimmte Fugen.

Für Wege und Sitzflächen verwenden Sie speziell auf die Anforderungen eines Öko Gartens abgestimmte Pflastersteine, sogenannte Sickerpflastersteine. Diese sind sehr porös und werden mit deutlich größerem Fugenabstand gelegt, als herkömmliche Pflastersteine. Dadurch kann das Regenwasser durchgängig ins Erdreich sickern. Verfugt werden diese Pflastersteine mit Splitt, um die Durchlässigkeit zusätzlich zu optimieren.

Öko-Garten gestalten

Einen Öko Garten gestalten Sie genauso mit Pflastersteinen wie jeden anderen Garten. Verwenden Sie dafür die bereits erwähnten Drain- oder Ökopflaster, die sich durch eine sehr hohe Wasserdurchlässigkeit auszeichnen und dadurch zu keiner Versiegelung der Fläche führen. Aber auch Natursteinpflaster wirkt im Ökogarten sehr attraktiv.

Wobei die Pflastersteine nicht nur für Wege und Flächen ein ideales Material sind. Bauen Sie aus Pflastersteinen Blumen- und Kräuterschnecken, um Ihren Garten für Insekten attraktiv zu machen. Mit ausgewählten Pflanzen und Steinen können Sie Bienen im Garten fördern oder einen wunderschönen Insekten Garten gestalten. Denn vor allem an sonnigen Tagen speichert der Stein die Wärme und bildet ein optimales Ökosystem für zahlreiche Insekten. Die kleinen unverfugten Zwischenräume einer Mauere aus Pflastersteinen sind ideal für Wildbienen und Insekten im Garten, die ihr Gelege im Mauerwerk ablegen.

Öko Garten Kräuterspirale und eine Steinmauer für Insekten

Garten pflastern ist einfacher, als viele denken

Im Prinzip ist es nicht schwierig, einen ausgewählten Bereich im Garten zu pflastern. Wichtig ist jedoch, dass Sie mit hoher Präzision arbeiten. Dies gilt für den ausreichend tiefen Aushub, die Vorbereitung des Unterbaus und das sehr genaue Verlegen der einzelnen Pflastersteine. Nur dann stellen Sie sicher, dass die neue Sitzfläche, die Sie im Garten pflastern, oder der schön geschwungene Weg, der durch die verschiedenen Gartenräume führt, über die nächsten Jahrzehnte unverändert stabil bleibt.

Sie planen bereits seit längerer Zeit, Wege im Garten zu pflastern, möchten das Projekt jedoch nicht selbst realisieren? Dann beauftragen Sie einen echten Profi von SteinRein. Unsere Partnerbetriebe übernehmen für Sie das Garten pflastern in hoher Qualität. Nutzen Sie einfach unser Anfrageformular, um ein für Sie attraktives Angebot anzufordern.

Häufige Fragen

Pflastern im Garten – Was ist zu beachten?

Laut Gesetz darf nur ein bestimmter Anteil Ihres Grundstücks überbaut werden. Dieser Wert liegt je nach Lage des Grundstücks und Kommune zwischen 0,3 und 0,8, also zwischen 30 und 40 % einschließlich aller darauf errichteten Gebäude und Zufahrten.

Welche Pflastersteine passen in den Garten?

Welche Pflastersteine Sie auswählen, hängt von der Größe der gepflasterten Fläche und des Gartens ab. Besonders attraktiv wirken Pflastersteine aus Naturstein oder um einen Öko Garten zu gestalten, spezielle Ökopflaster.

Welche Werkzeuge und Materialien brauche ich zum Pflastern?

Zum Garten pflastern benötigen Sie Pflastersteine, Sand, Kies, Splitt und Beton. Als Werkzeuge einen Spaten, Rüttelplatten, Rechen, Gummihammer, Besen sowie verschiedene Messwerkzeuge. Bei großen Flächen empfehlen wir für den Aushub einen Minibagger.

Vorgarten gestalten – mit Steinen, Pflanzen oder eher praktisch?

Aus ökologischer Sicht sollten Die den Vorgarten keinesfalls nur mit Pflaster gestalten. Allerdings gibt es eine gute Alternative, indem Sie in der Mitte des Vorgartens eine attraktiv geformte Pflasterfläche anlegen, die von pflegeleichten und insektenfreundlichen Büschen eingerahmt wird.

Was versteht man unter Ökopflaster?

Ökopflaster sind Pflastersteine aus Beton, die so geformt sind, dass möglichst viel Regenwasser im Erdboden versickern kann. Sie sind auch unter der Bezeichnung Sicker- oder Drainagepflaster im Handel erhältlich.

Wie hält man Pflasterflächen im Garten sauber halten?

Einfache Verunreinigungen entfernen Sie mit Bürste und klarem Wasser. Für stärkere Verunreinigungen finden Sie bei SteinRein speziell auf Pflaster- oder Natursteine abgestimmte Reiniger wie das Stone-Finish Cleanway Blau Neu Konzentrat.

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