Roter Schiefer

Roter Schiefer gehört zu den Farbschiefern. Wie alle anderen Schiefer ist er ein metamorphes Gestein (Umwandlungsgestein).

Farbige Schiefer

Farbschiefer kommen in drei unterschiedlichen Färbungen vor, in Rot, in Purpur und in Grün. Verantwortlich für die Farbe sind dabei die jeweilige Mineralik des Schiefers: Chlorit sorgt für die Grünfärbung beim Gestein, Hämatit ist bei allen roten und purpurnen Farbnuancen (Rotschiefer) enthalten. Rotschiefer und Grünschiefer sind dabei miteinander verwandt und finden sich häufig auch direkt nebeneinander. Die Farben können sich sogar mischen und in seltenen Fällen sogar als rot-grün gestreifte oder als grün gepunktete Varianten auftreten.

Für die individuelle Ausprägung der einzelnen Farbnuancen spielt neben der Mineralik auch die Korngröße und die individuelle Steinstruktur eine Rolle. Feinkörnige Strukturen lassen den Farbschiefer dunkler wirken, da sie mehr Licht absorbieren.

Kennzeichnend für die Optik aller Farbschiefer ist, dass sie je nach Lichteinfall unterschiedliche Farbnuancen zeigen können, aus diesem Grund werden sie gerne beim Dachdecken eingesetzt, da sie auf der Dachfläche ein lebendiges, sich je nach Sonnenstand immer leicht veränderndes Farbenspiel zeigen. Dazu kommt der seidige Glanz der Schieferflächen, der durch die dauernde Abwitterung der Gesteinsoberfläche entsteht, die immer neue Glimmerlagen an die Oberfläche bringt.

Die Schieferung ist bei den meisten Farbschiefern meist sehr fein (bis zu 450 Glimmerlagen pro Millimeter Stärke). Dementsprechend sind Farbschiefer meist sehr gut spaltbar und Schieferplatten weisen häufig eine unebene, von der vorhandenen Schieferung geprägte Oberfläche auf.

Entstehungsweg

Roter Schiefer entsteht durch die Umwandlung von grünem oder blaugrauem Schiefer unter dem Einfluss von (geologischer) Hitze und gerichtetem Druck. Durch die Seltenheit der für die Umwandlung notwendiger Bedingungen ist Roter Schiefer auch entsprechend selten.

Verwendung

Bedingt durch seine Seltenheit ist Roter Schiefer ein sehr wertvolles Material, das auch entsprechend teuer ist. Gelegentlich wird er aber wegen seiner besonderen Optik als Dach- oder Wandschiefer verwendet. Auch im Innenbereich findet man ihn manchmal als besondere Variante.

Exkurs: Wertvoller Roter Schiefer für den Weinbau

In einigen Gegenden in Deutschland, insbesondere an Rhein und Mosel, sind rote Gesteinsformationen aus Schiefer typisch für das Landschaftsbild. Vor allem für den Weinbau haben diese roten Schiefer-Formationen große Bedeutung, deren Bildung noch auf Ablagerungen aus dem vor 280 Millionen Jahren im Rheingebiet mit seinem damals beinahe wüstenartigen, heißen und trockenen Klima zurückgehen.

Das Gestein, das sich aus den Ablagerungen gebildet hat, wird heute „Rotliegend“ genannt und tritt, bedingt durch nachfolgende geologische Prozesse, nur an einigen wenigen Stellen an die Oberfläche. Dort wird insbesondere Riesling angebaut, der diesen „rotliegenden“ Boden besonders liebt. Die besondere Mineralik des Bodens, der sich unter Sonneneinstrahlung besonders schnell erhitzt, verleiht dem Wein dabei einen einzigartigen, ganz typischen Geschmack, der sich je nach dem herrschenden Mikroklima an der Lage leicht unterschiedlich entfaltet. Solche rotliegenden Lagen sind der Stolz jedes Weingutes, wenn es welche besitzt.

Roten Schiefer reingen und pflegen

Für die Pflege von rotem Schiefer im Innenbereich gelten die gleichen Regeln wie für andere Schieferarten auch: möglichst nur mit klarem, warmen Wasser reinigen, keinesfalls säurehaltige oder auslaugende Reiniger oder kratzende Reinigungsgeräte verwenden. Auch von der Verwendung von Microfaser sollte man bei allen Schiefern besser Abstand nehmen.

Als Reinigungs- und Pflegemittel am besten ausschließlich für die Schieferpflege geeignete Mittel aus dem Fachhandel einsetzen, auch und ganz besonders für die Fleckenentfernung oder die Entfernung von Kalkrändern und Zementschleiern. Eine Imprägnierung der Schieferoberfläche ist in jedem Fall empfehlenswert.

Fazit

Roter Schiefer ist ein besonderes Geschenk der Natur – sowohl für die Gestaltung von Dach- und Wandbelägen als auch für den Innenbereich. Die rote Färbung stammt dabei von Hämatit, die Farbe kann je nach Lichteinfall immer wieder changieren und macht den Schiefer damit zu einem ganz besonderen Naturstein. Bei der Pflege und Reinigung muss man dafür etwas achtsam sein.

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