Niederdruck-Sandstrahlen

Niederdruck Sandstrahlen
Niederdruck Sandstrahlen

Niederdruck-Sandstrahlen ist heute ein weit verbreitetes Reinigungsverfahren, das auf vielen Oberflächen eingesetzt wird. Niederdruck-Strahlverfahren sind dabei besonders schonend, weil durch den geringen Druck nur wenig Material abgetragen und ein schädliches Aufrauen der Oberfläche verhindert wird.

Niederdruck-Strahlverfahren werden eingesetzt, um Verschmutzungen zu beseitigen (etwa bei einer Fassadenreinigung), aber auch zum Entlacken und Entrosten empfindlicher Werkstücke, zum Entfernen von Lasuren und zur Oberflächenreinigung bei einer Vielzahl von Materialien (bis hin zu Holz), bei der Sanierung von Brandschäden und bei Betonsanierungen. Zudem lässt es sich zur Vorbereitung von Oberflächen für nachfolgende Beschichtungsprozesse oder zur Oberflächenbearbeitung (z. B. Verfestigung) gut einsetzen.

Immer dann, wenn besonders niedriger Druck (ab rund 0,1 bar bis maximal rund 4 bar) eingesetzt wird, handelt es sich um Niederdruck-Sandstrahlen. Das verwendete Strahlgut und die eingesetzte Sandstrahltechnik beim Niederdruck-Sandstrahlen kann dabei aber sehr unterschiedlich sein.

Strahlgut beim Niederdruck-Sandstrahlen

Je nach gestrahlter Oberfläche und Einsatzzweck kann sehr unterschiedliches Strahlgut zum Einsatz kommen:

  • Korund
  • Granatsand
  • Quarzsand
  • Glasperlen
  • Trockeneis

Die Wahl des geeigneten Strahlmittels ist dabei immer von entscheidender Bedeutung für das Arbeitsergebnis beim Niederdruck-Sandstrahlen.

Besondere Strahltechniken beim Niederdruckstrahlen

Niederdruck-Wirbelstrahlverfahren sind besonders schonende Verfahren beim Niederdruck-Sandstrahlen, da der Strahl durch die Strahldüse zunächst verwirbelt wird und damit nicht mehr frontal auf die Oberfläche trifft, was das unerwünschte Abtragen von Material an der Oberfläche deutlich verringert.

Das Trockeneisstrahlen ist eine besonders staubfreie und ohne weitere Schutzvorkehrungen durchführbare Strahltechnik: Das Strahlmittel sind hier gefrorene Kohlendioxid-Pellets, die mit einer Temperatur von -79°C auf die Oberfläche geschossen werden. Durch die niedrige Temperatur ziehen sich unerwünschte Oberflächenschichten sofort beim Auftreten zusammen, werden spröde und platzen ab. Damit wird nur der Schmutz entfernt, es kommt zu keiner Oberflächenaufrauung oder Abtragung von Material an der Oberfläche und auch zu keiner Staubentwicklung.

Reste des Strahlmittels brauchen dann nicht wie bei anderen Strahlverfahren nach Ende der Arbeiten mühsam zusammengefegt werden, sondern die Trockeneispellets verwandeln sich nach dem Auftreffen wieder in gasförmiges Kohlendioxid, das in die Atmosphäre entweicht. Damit ist das Verfahren auch im Außenbereich problemlos einsetzbar.

Ist eine stärker abrasive Wirkung beim Trockeneisstrahlen auf der bestrahlten Oberfläche erwünscht, können gegebenenfalls andere Strahlmittel (z. B. Korund) zugegeben werden. Damit verfällt allerdings dann der Vorteil des sich selbst auflösenden Strahlmittels.

Trockene und feuchte Strahlverfahren

Bei sogenannten feuchten Strahlverfahren wird dem Strahlmittel zusätzlich eine geringe Menge Wasser beigemischt, um die Staubentwicklung zu dämpfen. Auch ein Nebelverfahren mit sehr feinem Strahlnebel ist möglich.

Selber sandstrahlen?

Um selbst sandstrahlen zu können, wird nicht nur ein geeignets Strahlgerät, sondern auch eine Menge profundes Wissen und Erfahrung benötigt, sowohl für die Auswahl des geeigneten Strahlmittels, die richtige Strahlmethode und die richtige Anwendung der Strahltechnik. Alles zusammen findet sich in kaum einem Haushalt.

Niederdruck-Sandstrahlen bleibt also besser dem Profi vorbehalten, der solche Arbeiten dann auch fachgerecht erledigt. Das Sandstrahlen von einzelnen Werkstücken und Teilen wird – je nach Strahlmethode und Aufwand – oft gar nicht teuer. So kostet das Strahlen eines gesamten Fahrradrahmens oft nur rund 100 – 150 EUR, KFZ-Teile sind oft billiger. Die Anschaffung und Montage einer eigenen Strahlbox (Umgebungsschutz) lohnt sich dafür kaum.

Beim mobilen Trockeneisstrahlen (etwa an der Fassade oder bei Holzbauteilen im Außenbereich) wird meist stundenweise abgerechnet, die Stundensätze beginnen hier bei rund 150 EUR, was bezogen auf die erreichbare Flächenleistung meist nicht teuer ist. Beim Sandstrahlen der Fassade mit anderen Strahlmethoden beginnen die Kosten meist bei rund 15 EUR pro m².

Fazit

Sandstrahlen ist eine sehr wirksame Reinigungsmethode, die in vielen Bereichen hervorragend eingesetzt werden kann. Vor allem bei der Fassadenreinigung lohnt sich der Einsatz eines geeigneten Sandstrahl-Verfahrens sehr häufig. Die Kosten bei der Ausführung durch den Fachmann halten sich dabei im Rahmen, selber bekommt man das ohnehin nicht hin, da sich schon die Kosten für die benötigten Strahlgeräte/Strahlanlagen kaum rechnen würden und kaum jemand über das dringend notwendige Fachwissen verfügt, das beim Ausführen von Strahlarbeiten in jedem Fall unabdingbar ist.

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