Prasiolith

Prasiolith ist eine grünlich gefärbte Varietät von Quarz und ein stark nachgefragter Schmuckstein. Der Name leitet sich vom griechischen Wort „prason“ (Lauch) wegen seiner Farbe und dem griechischen Wort für Stein (lithos) her, verbreitet sind hierzulande aber auch die Bezeichnungen „Grünquarz“, „Grüner Amethyst“, seltener wird der Stein auch „Vermarin“ genannt.

Entstehung bzw. Herstellung

In der Natur kommt es überaus selten zur Entstehung dieser Quarzvarietät. Für die Grünfärbung ist dabei das Ersetzen einzelner Si-Ionen durch Fe++ Ionen erforderlich, die Farbgebung ist also tatsächlich idiochromatisch. Die ersten natürlichen Prasiolithe wurden erst 1990 in Niederschlesien entdeckt. Weitere bekannte Lagerstätten existieren nur noch in Indien, Russland und Simbabwe.

Um den Mangel an natürlich zu findenden Steinen auszugleichen wird Prasiolith häufig künstlich hergestellt, indem eisen(II)-wertige Amethyste oder gelbliche Quarz-Varietäten hohen Temperaturen bis zu 500 °C (sogenanntes „Brennen“) ausgesetzt werden. Die so erzeugte Farbe ist dabei aber nicht beständig. Künstlich hergestellte Prasiolithe wurden schon lange zuvor hergestellt und verkauft, vor allem von US-Juwelieren, bevor man natürliche Varianten zum ersten Mal fand.

Eigenschaften und Optik

Prasiolith kristallisiert im trigonalen Kristallsystem in Form von sechsseitigen Prismen. Das Mineral ist relativ hart (Mohs-Härte 7), mit muscheligem bis sprödem Bruch und weißer Strichfarbe und glasartigem Glanz. Die häufigste Farbe ist eine lauchgrüne Färbung, Prasiolithe sind meist durchsichtig, verfügen aber über einen sogenannten Pleochroismus (Farbänderung je nach Winkel des Lichteinfalls).

Verwendung

Prasiolithe sind als Edelsteine gesuchte Schmucksteine. Bei attraktiver, gleichmäßig verteilter Farbe und einer hohen Transparenz können die Preise sehr hoch liegen, insbesondere wenn auch keine sichtbaren Einschlüsse vorhanden sind. Da allerdings eine beträchtliche Verwechslungsgefahr mit Turmalinen oder Peridoten besteht, sollte man sich beim Kauf unbedingt ein Echtheitszertifikat aushändigen lassen. Als Schliff ist ein Facettenschliff geeignet.

Auch als Heilsteine sind Prasiolithe beliebt. Die ihnen zugeschriebene Wirkung bezieht sich vor allem auf das Herz-Chakra. Er soll (Selbst-)Sicherheit und innere Ruhe fördern und bei heftigen Gefühlsregungen Stabilität verleihen. Daneben soll er auch das Immunsystem stärken und die endokrinen Drüsen unterstützen.

Fazit

Prasiolithe sind ein typisches Beispiel dafür, dass man oft besondere Raritäten einfach durch künstliche Behandlung selbst erschafft, wenn man sie schon in der Natur nicht findet – vor allem um dann astronomische Preise verlangen zu können. Der Wert von tatsächlich natürlich entstandenen Prasiolithen ist bei entsprechender Qualität natürlich dann trotzdem noch deutlich höher als der jeder künstlich erzeugten Variante aus Amethysten. Die Seltenheit eines Edelsteins führt dann meist auch dazu, dass man ihm schnell auch große und umfassende Heilwirkungen zuschreibt. Auch das trifft beim Prasiolith zu.

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