Quarzsandstein

Bei Quarzsandsteinen handelt es sich um eine Sonderform der Sandsteine. Als Quarzsandstein gilt ein Sandstein nach den heute gültigen Definitionen dann, wenn sein Anteil an Quarz-Sand über 90 % liegt (im Gegensatz zu mindestens 50 % bei anderen Sandsteinen) und in der Summe der Mineralbestandteile Tonminerale nicht mehr als 15 % ausmachen. Quarzsandstein sind dabei die eigentlichen Sandsteine.

Unterscheiden muss man Quarzsandstein dabei vom sogenannten „Zementquarzit“, bei dem es sich um Sandsteine handelt, die durch einen Zementationsprozess verkieselt sind und damit ähnliche Eigenschaften haben wie Quarzit.

Entstehungswege

Quarzsandstein entsteht auf die gleiche Weise wie andere Sandsteine (Sedimentgesteine) auch: durch die Verkittung von Sand und kleinen Geröllpartikeln, gegebenenfalls auch vorhandener Ton- oder Siltpartikeln in geringer Menge zu einem festen Gestein.

Die Entstehungsorte für Quarzsandsteine sind dabei überwiegend Schelfe (küstennahe Flachmeere), in die der Sand durch Flüsse, Wind und Meeresströmungen getragen wird. Nur dort entstehen entsprechend feinkörnige Ablagerungen, Sandsteine die durch Ablagerungen in Gebirgsvortiefen oder als Flysch abgelagert wurden, sind meist grobkörniger und haben häufig auch einen geringeren Quarzanteil, dazu sind die Körner meist weniger gerundet.

Danach folgt die Diagenese der Sandsteine, also der Verfestigungsprozess. Er entsteht durch sogenannte Drucklösung durch höheren Umgebungsdruck und zum Teil auch höhere Umgebungstemperaturen. Bei Quarzsandsteinen kommt es dabei zur Auflösung der Korngrenzen der Quarzminerale, dem Verschwinden von Porenräumen im Inneren und zu einer Neuordnung der Kristallstruktur.

Anstatt Quarz kann auch Calcit (alternativ Ankerit oder Siderit) oder ein Eisenmineral (Hämatit, Goethit, Limonit) als Zementmineral vorhanden sein, dann entstehen allerdings im Verlauf der Diagenese keine Quarzsandsteine mehr, sondern entsprechend carbonatische oder ferritische Sandsteine. Vielfach tragen unterschiedliche Materialien hier auch den gleichen Handelsnamen (etwa „Flavus“, sowohl als Kalksandstein als auch als Quarzsandstein aus einem schlesischen Steinbruch). Quarzsandsteine sind allerdings auch mengenmäßig die deutlich häufigste Form.

Eigenschaften und Verwendung

Sandstein wurde und wird sehr häufig für verschiedenste Zwecke im Innen- und Außenbereich eingesetzt. Mauersteine aus Sandstein sind sehr verbreitet, auch die Verarbeitung zu Pflastersteinen und entsprechendem Sandsteinpflaster ist schon seit vielen Jahrhunderten üblich.

Quarzsandstein kommt dabei immer schon als Mauerstein häufig für tragende und hoch belastete Bauteile zum Einsatz, da diese Steine deutlich mehr Gewicht tragen können und allgemein belastbarer sind als etwa weiche Tonsandsteine, die vorwiegend für Arbeiten in Innenbereichen verwendet werden.

Die Farbe von Quarzsandstein kann dabei sehr deutlich variieren, besonders im Mittelalter wurde Grünsandstein in einigen Gegenden sehr häufig und in großem Umfang verwendet, auch gelbe und weiße Varianten sind sehr bekannt und geschätzt. Braune und rote Sandsteine (diese Farbrichtung entsteht durch enthaltenen Hämatit) sind ebenfalls weit verbreitet, die „übliche“ Farbe bei Quarzsandstein ist aber dennoch Grau.

Die Verarbeitung von Sandsteinen umfasst dabei auch das Schneiden von Steinen „gegen das Lager“ (also orthogonal zur vorhandenen Ablagerungs-Schichtung) oder „im Lager (parallel zur vorhandenen Ablagerungsschichtung). Dadurch kann die sichtbare Struktur der Oberfläche in ihrer Optik zum Teil deutlich unterschiedlich ausfallen.

Im Innenbereich werden Sandsteine als Naturstein ebenfalls für eine Vielzahl von Anwendungen eingesetzt, wie bei allen Natursteinen sind das Boden- und Treppenbeläge, Wandbeläge aber auch beispielsweise für Küchenarbeitsplatten und ähnliche Anwendungen.

Reinigung und Pflege

Schon bei der Auswahl der Materialien für einen Einsatzzweck im Außenbereich sollte berücksichtigt werden, dass kein Sandstein tausalzbeständig ist. Die Frostbeständigkeit kann je nach verwendeter Varietät unterschiedlich sein.

Bei Reinigung und Pflege ist ebenfalls auf einige Dinge zu achten: Säure, auch in Form von säurehaltigen Reinigern (und sogar Kohlensäure aus Getränken) darf keinesfalls mit Sandsteinen in Berührung kommen, da sie zur Verfärbung führen. Quarzsandstein ist etwas härter als die tatsächlich sehr weichen Tonsandsteine, im Außenbereich sollte man aber dennoch den Einsatz des Hochdruckreinigers unbedingt sein lassen.

Als Reiniger und Pflegemittel – sowohl im Innen- als auch im Außenbereich – sollten bei Quarzsandsteinen immer nur als für Sandstein geeignet ausgewiesene Reinigungs- und Pflegemittel aus dem Steinfachhandel verwendet werden, das gilt insbesondere für die Entfernung von Flecken und möglicherweise entstehenden Ausblühungen, grobes Schrubben oder die Bearbeitung mit harten Reinigungsgeräten sollte man bei allen Quarzsandstein-Varianten möglichst vermeiden.

Eine Imprägnierung lohnt sich gerade beim Sandstein in vielen Fällen – sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Eine wirklich gut für den Einsatzzweck passende Imprägnierung sollte immer der Fachmann auswählen.

Fazit

Quarzsandstein ist der „eigentliche“ Sandstein – und auch eine sehr häufig verwendete Variante, wenn das Steinmaterial etwas robuster sein sollte, da der enthaltene Quarz für die nötige Härte und Robustheit sorgt. Die fehlende Tausalzbeständigkeit und die nicht immer automatisch bei jeder Sorte gegebenen Frostbeständigkeit sollte man bei der Auswahl ebenfalls im Blick haben. Bei der Reinigung und Pflege sollten auf jeden Fall nur speziell für Sandstein hergestellte Mittel verwendet werden. Gegebenenfalls muss auch bei der Verlegung auf besondere Eigenschaften einer bestimmten Varietät Rücksicht genommen und die Verlegeweise entsprechend angepasst werden.

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