Gabbro

Gabbro ist wie Basalt ein magmatisches Gestein. Anders als Basalt, der als Vulkanit relativ nahe an der Erdkruste auskristallisiert, entstehen Gabbros als plutonitisches Gestein in großer Tiefe (meist > 5 km) innerhalb des Erdmantels. Gabbros sind also sehr typische Vertreter von Tiefengesteinen.

Abgesehen von diesen Unterschieden beim Entstehungsort sind Gabbros dem Basalt nahezu völlig gleich. Wie Basalt ist auch Gabbro ein sehr dunkles, grauschwarz gefärbtes Gestein, gelegentlich können Gabbros durch einen hohen Anteil an mafischen Mineralen (z. B. Pyroxen und Olivin) auch blaugrün gefärbt sein.

Zusammensetzung

Die hauptsächlich vorkommenden Feldspate sind Plagioklas-Feldspate, andere Arten sind nur in deutlich geringerem Umfang enthalten. Hornblende, Biotit, Magnetit und Ilmenit finden sich relativ häufig, als Begleitminerale kommen auch Magnetit, Apatit und Pyrit vor.

Abweichende Zusammensetzungen

Als Norit ordnen Geologen alle Gabbros ein, die einen höheren Anteil an Orthopyroxen (> 5%) aufweisen. Auch Anorthosit und Hyperit werden geologisch zu den Gabbros gerechnet, obwohl der Anteil an mafischen Mineralen oft deutlich unterschiedlich sein kann.

Gabbros mit geringeren Anteilen an Plagioklas werden in der Geologie als Peridotit angesehen, ein Gestein, das den wesentlichen Hauptbestandteil der oberen Erdrinde ausmacht. Die Übergangsgrenzen zwischen Gabbros und Peridotit sind allerdings fließend.

Mikrogabbros sind sehr feinkörnige Gabbrovarianten, die meist gangförmig vorkommen. In der deutschsprachigen geol, Wissenschaft deckt sich diese Definition eigentlich genau mit der von Dolerit – beide Benennungen kann man also durchaus synonym verwenden.

Verwendung

Der grobkörnige Naturstein mit seiner eindrucksvollen Farbgebung ist für Gestaltungszwecke durchaus sehr beliebt – als dunkelfarbiger Bodenbelag, als Treppenbelag und für Fensterbänke wird er im Innenbereich relativ häufig verwendet. Dafür ist nicht zuletzt auch seine sehr gute Bearbeitbarkeit mit praktisch allen gängigen Bearbeitungsmethoden bis hin zum Beflammen verantwortlich. Gabbro ist auch sehr gut schleif- und polierbar.

Als robustes plutonisches Gestein ist er auch für den Einsatz im Außenbereich – etwa für Terrassenbeläge aber auch für Fassaden – sehr gut geeignet. Neben diesen gestalterischen Anwendungen werden Gabbros schon seit jeher auch zur Gestaltung von Grabsteinen verwendet.

Als gebrochenes Gestein finden Gabbros daneben als hochwertiger Schotter aber auch als Baumaterial (vorwiegend im Straßenbau) Verwendung.

Vorkommen

Abbaubare Gabbros finden sich überwiegend als Ausstriche (das sind Lagerstätten die an Gebirgsoberflächen enden) und in nur vergleichsweise geringen Mengen. Bedeutende Lagerstätten in Deutschland finden sich im Odenwald, im Harz und in sehr kleinem Umfang auch im Schwarzwald. Im nördlichen Bayerischen Wald gibt es ebenfalls ein kleines Ausstrich-Vorkommen.

In deutlich größeren Mengen kommen Gabbros in Südafrika und in Indien vor, daneben auch noch in Grönland.

Reinigung und Pflege

Im Wesentlichen gilt für die Reinigung von Gabbro das Gleiche, was auch für Granit gilt: das robuste Hartgestein ist eigentlich recht pflegeleicht, Wischen mit klarem, warmem Wasser genügt in den meisten Fällen, um bei der Unterhaltsreinigung den angesammelten Schmutz gut zu entfernen. Auf kratzende Reinigungsgeräte (z. B. einen Mikrofasermop mit Kratzstreifen) sollte man dabei tunlichst verzichten, ganz besonders bei polierten Gabbros.

Gelegentlich sollte daneben eine Grundreinigung mit einem geeigneten säurefreien Grundreiniger durchgeführt werden. Auch das Zufügen einer geeigneten Wischpflege schadet gelegentlich nicht, von schichtbildenden Mitteln sollte man aber eher absehen.

Eine Imprägnierung stellt einen sinnvollen und empfehlenswerten Schutz für den hochwertigen Stein dar – sie machen die Steinoberfläche unempfindlich und verhindern, dass der Stein Wasser oder Fette aufnimmt. Am besten greift man dabei beim Gabbro zu farbtonvertiefenden Imprägnierungen.

Fazit

Der eindrucksvolle, dunkle Stein hat seine erklärten Liebhaber – auch wenn die häufig verwendete Bezeichnung „Schwarzer Granit“ eigentlich nicht zutrifft. Die gute Bearbeitbarkeit des Steins und die seine Robustheit in allen Bereichen haben ihn aber für Gestaltungsaufgaben zusätzlich sehr beliebt gemacht. Wohl auch zurecht, Gabbros sind eine faszinierende Gesteinsart.


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