Granodiorit

Granodiorit ist wie Granit ein Plutonit, also ein magmatisches Tiefengestein, das durch besonders langsames Abkühlen von flüssigem Magma in großer Tiefe innerhalb der Erdkruste entsteht. Granodiorite sind den Graniten dabei auch hinsichtlich der Zusammensetzung und der Eigenschaften sehr ähnlich. Unter den in der Erdkruste vorkommenden Plutoniten sind Granodiorite eines der häufigsten Gesteine, sie stellen mehr als ein Drittel aller plutonischen Tiefengesteine.

Zusammensetzung

Granodiorite teilen die grundlegende Zusammensetzung aus Feldspat, Quarz und Glimmer mit den Graniten. Im Unterschied zum Granit ist bei den Granodioriten der Anteil an Alkalifeldspat deutlich geringer und es kommt mehr Plagioklas vor (bis zu 90 % der enthaltenen Feldspate, mindestens jedoch zwei Drittel aller enthaltenen Feldspate). Wie Granite sind auch Granodiorite grob- bis mittelkörnig.

Hornblende und Biotit kommen ebenfalls in höheren Mengen vor als bei Graniten, auf diesen höheren Gehalt an solchen mafischen Mineralen ist auch die im Vergleich zu Granit meist etwas dunklere Farbe zurückzuführen.
Hin und wieder finden sich auch Einschlüsse in Granodioriten. Meistens handelt es sich dabei um mafische Gesteine wie Gabbro oder Diorit.

Der Anteil an Eisenmineralien ist ebenfalls höher als beim Granit, damit nähern sich Granodiorite in ihrer Zusammensetzung den Dioriten an. Als Mittelstück zwischen beiden erklärt sich auch die Bezeichnung des Gesteins – eine Zusammensetzung aus Granit und Diorit.

Mit einer Dichte von 2,64 g/cm³ bis 2,7 g/cm³ ist Granodiorit auch geringfügig leichter als übliche Granitsorten.

Verwendung

Granodiorite werden – nicht zuletzt auch wegen ihrem relativ häufigen Vorkommen – schon seit frühesten Zeiten genutzt. Auch der berühmte Rosetta-Stein aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. ist ein Granodiorit, es gibt jedoch auch Funde von Granodiorit-Steinskulpturen, die bis in das dritte Jahrtausend v. Chr. zurückreichen.
Da Granodiorite sehr widerstandsfähig sind, werden sie gerne als Bodenbeläge, für Treppenstufen oder Wandbekleidung für Fassaden von Häusern verwendet.

Vorkommen

Granodiorite kommen auf allen Kontinenten sehr umfangreich vor, sind aber als Tiefengesteine nur an bestimmten Orten abbaubar, wo sie aus geologischen Umständen zutage treten.

In Deutschland finden sich Vorkommen im Erzgebirge, im Bayerischen Wald und im Fichtelgebirge sowie im Odenwald, im Schwarzwald und im Harz. Besonders bekannt sind die Steinbrüche im Lausitzer Gebirge (zB. in Demitz-Thumitz) wo der „Lausitzer Granit“ gewonnen wird. Innerhalb Europas gibt es dabei noch bedeutende Vorkommen in Italien, Frankreich (besonders in den Pyrenäen), in Finnland und in Österreich. Sehr große Vorkommen finden sich vor allem in der Sierra Nevada und in Peru.

Im Handel wird für viele Granodioritsorten oft die Bezeichnung „Granit“ gebraucht, eine grundlegende Unterscheidung zwischen beiden Gesteinssorten wird oft gar nicht getroffen.

Reinigung und Pflege von Granodiorit

Durch die hohe Ähnlichkeit mit Granit gilt auch für die Reinigung und Pflege das Gleiche wie für Granite: der Stein ist äußerst robust und widerstandsfähig, im Außenbereich brauchen Granodiorite praktisch keine Pflege.

Polierte Varianten im Innenbereich sollte man möglichst mit klarem, warmem Wasser reinigen und auf allzu stark kratzende oder scheuernde Reinigungsgeräte unbedingt verzichten. Auch stark säurehaltige Reinigungsmittel und alle anderen aggressiv wirkenden Reiniger sollten keinesfalls angewendet werden.

Für Pflege und Glanz eignen sich am besten im Fachhandel angebotene Spezialreiniger für Granite, auch für die Fleckenentfernung gibt es bei Bedarf geeignete Spezialmittel.

Wie auch beim Granit sollte vor allem in besonders stark genutzten oder hoch belasteten Bereichen eine Imprägnierung um besseren Schutz des hochwertigen Steins aufgebracht werden.

Fazit

Vielen ist der Granodiorit kein Begriff, die meisten sehen ihn einfach als eine besondere Art von Granit an. Auch im Handel werden Granodiorite häufig schlicht als „Granit“ angeboten. Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es dennoch feine Unterschiede zwischen beiden gibt – nicht zuletzt die meist deutlich dunklere Färbung des Granodiorits. Für die Robustheit und die Pflegeleichtigkeit sowie die technischen Eigenschaften spielen diese Unterschiede aber keine Rolle – in diesen Punkten sind Granodiorite den Graniten absolut ebenbürtig.

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