Monzonit

Monzonit Treppe eingefasst.
Monzonit Treppe eingefasst.

Monzonite sind feldspatreiche Tiefengesteine, die äußerlich als mittelkörniges Gestein zwar Granit ähnlich sehen, geologisch aber zu einer eigenen Gruppe (Syenite und Monzonite) gehören. Ihr Name leitet sich aus einer Gruppe von Bergen im italienischen Trentino (Monzoni-Valacia) her.

Gefüge und Mineralbestand

Das Gefüge ist bei Monzoniten körnig, die einzelnen Teile sind dabei von mittlerer Größe. Die Farbe wird dabei jeweils von den vorkommenden Alkalifeldspaten bestimmt und kann neben dem üblichen dunkelgrau auch grünlich oder bräunlich bis rötlich sein. Monzonite gelten dabei wie Diorit als sogenannte Mesotype (mesotypes oder mesokrates Gestein), also als Tiefengesteine die weder besonders hell noch besonders dunkel gefärbt sind.

Bei Monzonit überwiegt, anders als bei Syeniten, der Anteil an Plagioklas-Feldspat, Alkalifeldspate sind in geringerem Umfang vorhanden. Insgesamt ist der Feldspatanteil im Mineralbestand sehr hoch und liegt meist bei 80 – 100 %. Zu den Hauptgemengteilen gehören daneben noch Quarz und Foide, die in wechselnden Anteilen (Quarz bis 20 %, Foide bis 10 %) vorkommen oder aber auch ganz fehlen können. In den Gemengeteilen machen dunkle Minerale meist rund 10 – 45 % des Mineralbestands aus.

Als Nebengemengeteile kommen bei Monzonit noch Hornblende, Pyroxene und Biotit vor.

Entstehungsweg und Vorkommen

Als magmatisches Gestein entstehen Monzonite überwiegend durch sogenannte magmatische Differentation, wenn sich Magma durch Veränderung seiner Zusammensetzung in verschiedene Teil-Magmen aufspaltet. Als Tiefengestein entstehen Monzonite also nicht aus dem ursprünglichen Stamm-Magma, sondern aus einer Teilform, die sich zuvor bereits chemisch verändert hat.

Eine Entstehung findet als sogenannte Metasomatose (Gesteinsumwandlung durch Verdrängung des ursprünglichen Gesteins durch das heiße, einlaufende Magma) statt.

Monzonite kommen dabei häufig in Verbindung mit Granit und Granodiorit vor, so etwa in Italien im namensgebenden Bergmassiv, aber auch in davon südlichen Regionen und in Südtirol. Wichtige Vorkommen finden sich daneben auch noch im südlichen Norwegen, in Kanada, an der Elfenbeinküste, im Iran und in New South Wales (Australien). In Deutschland findet sich ein bedeutendes Vorkommen in der Nähe von Dresden (Plauenscher Grund).

Verwendung

Als nicht nur optisch sondern auch technisch dem Granit ähnliches Gestein werden Monzonite ebenso wie Granit für den Straßenbau genutzt, daneben eignen sie sich als Naturstein für den Innenbereich (Küchenarbeitsplatten, Bodenbeläge, Fensterbänke, Treppen) und auch als Dekorstein für Fassaden.

Die bekanntesten Sorten stammen aus Italien (Monzonite Verde, Sienite di Balma), auch der Khoransan Azur aus dem Iran ist relativ weithin bekannt.

Fazit

Monzonit ist ein vor allem optisch sehr interessanter Stein, der auch in vielen Bereichen angewendet werden kann, in denen man sonst Granit verwenden würde. Besonders die etwas abweichenderen Färbungen (grünlich, rötilich) können sehr dekorativ wirken.

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