Trigaches Marmor

Trigaches Marmor ist ein hellgrauer, körniger Marmor aus Portugal. Seinen Namen trägt er aufgrund seines Fundorts (Trigaches im Kreis Beja in Portugal). Es gibt ihn auch in einer besonderen, geäderten Variante, die dann meist mit der portugiesischen Bezeichnung „vergado“ (für „geädert“) versehen wird. Auch die Variante „claro“ wird gehandelt.

Trigaches Marmor mit seiner hellgrauen Farbe wird bei uns relativ häufig eingesetzt, ebenso wie der Estremoz-Marmor, die zweite sehr bekannte Marmorsorte aus Portugal. Der Estremoz zeichnet sich allerdings durch eine typische, unverwechselbare Rosafärbung aus.

Eigenschaften und Entstehung von Marmoren

Der Trigaches Marmor ist ein typischer Marmor, er hat mit 2,7 kg/dm³ eine relativ hohe Rohdichte und ist auch relativ druckfest (65,5 MPa). Er ist gut polierbar, verfügt mit 0,05 % über ein sehr geringes Wasseraufnahmevermögen und ist meist frostfest. Damit ist er auch für den Außenbereich einsetzbar, eine Politur ist beim Einsatz im Außenbereich aber natürlich nicht haltbar.

Wie alle Marmorsorten ist auch dieser Marmor ein Metamorphit (Umwandlungsgestein), das aus der Umwandlung von Kalkstein und kalkhaltigen Gesteinen (meist Sedimentgesteinen) entsteht. Verantwortlich für die Umwandlung sind hohe Hitze und hoher Druck, die im Erdinneren auf die ursprünglichen Gesteine einwirken. Die Hauptbestandteile von Marmor sind immer Calcit, Aragonit oder Dolomit (Dolomitmarmor).

Der bekannteste Marmor ist sicherlich der Carrara-Marmor aus dem gleichnamigen Ort und Steinbruch in Italien, der schon in der Antike vorwiegend von Bildhauern verwendet wurde. Neben Bildhauerarbeiten entstanden auch zahlreiche berühmte römische Bauwerke weitgehend aus diesem Marmor, etwa die Trajanssäule, das Augustusforum und der Dioskurentempel auf dem Forum Romanum.

Die Erhaltung und Konservierung von historischen Marmorbelägen ist übrigens ein eigenes Forschungsfeld – und alles andere als einfach. An Fassadenplatten können sich im Lauf der Jahrhunderte massive Verbiegungen (sogenannte Schüsselungen) bilden, die nur äußerst schwer zu beheben und noch schwerer zu verhindern sind. Sie bedrohen dabei aber massiv die Statik der Gebäude.

Verwendung von Trigaches Marmor

Die Verwendung von Trigaches Marmor ist, wie bei allen Arten von Marmor, sehr vielfältig. Die Verwendung als Bodenbelag und für Treppenstufen ist sowohl im Innen- als auch im Außenbereich möglich, dabei muss allerdings von einer deutlich geringeren Abriebfestigkeit als bei Hartgesteinen (wie etwa Granit) ausgegangen werden.

Auch für Küchenarbeitsplatten und als Dekorstein findet Trigaches Marmor häufig Verwendung, daneben auch in geringerem Umfang für Fensterbänke, Waschtische und als Wandbelag.

Reinigung von Trigaches Marmor

Wie alle Marmore und Kalksteine, die ja ausschließlich und überwiegend aus Calcit bestehen, ist auch der Trigaches Marmor hoch säureempfindlich. Säurehaltige Reiniger dürfen bei diesem Naturstein also keinesfalls eingesetzt werden. Auch nur leicht saure Stoffe können bereits sichtbaren Schaden hinterlassen.

Bei der Reinigung sollte auch nur mit möglichst weniger Wasser gereinigt werden, um Kalkablagerungen und ein damit einhergehendes Abstumpfen der Oberfläche zu vermeiden. Außer klarem Wasser sollten nur spezielle Marmor-Reiniger und Pflegemittel verwendet werden, stark alkalische Reiniger, tensidhaltige Reiniger, Kalkreiniger und auch „Hausmittel“ wie Essig oder Zitronensäure und Verschmutzungen, die Fruchtsäuren enthalten, sollten mit Marmor nie in Berührung kommen.

Eine Imprägnierung ist bei Marmorbelägen immer empfehlenswert, um die Oberfläche widerstandsfähiger zu machen, bietet sich gerade bei einem Marmorbelag auch eine Fluatierung an. Das kann der Fachmann erledigen – der sich aufgrund der Empfindlichkeit von Marmoroberflächen am besten auch die Instandhaltung und fachgerechte Pflege des Marmors kümmern sollte.

Marmorne Grabsteine instand halten

Auch als hochwertiges Grabstein-Material kommen verschiedene Marmore relativ häufig zur Anwendung. Wegen der meist säurehaltigen Umweltbedingungen und relativ aggressiven Verschmutzungen ist eine regelmäßige Pflege und Reinigung von Grabsteinen aus Naturstein unbedingt empfehlenswert. Bei aggressiven Verschmutzungen sollte man aber trotzdem immer mit äußerster Vorsicht vorgehen – und im Zweifelsfall die Reinigung immer dem Fachmann überlassen, um dem Stein nicht durch unsachgemäße Reinigungsversuche schweren Schaden zuzufügen.

Fazit

Trigaches Marmor begegnet man bei uns relativ häufig, ebenso wie der anderen sehr bekannten portugiesischen Marmorsorte, dem Estremoz. Trigaches Marmor wird bei uns vielfach im Innen- und Außenbereich eingesetzt, bei der Pflege des hochwertigen Natursteins muss man allerdings hohe Sorgfalt walten lassen, durch unsachgemäße Reinigung nimmt der Marmorbelag schnell schweren Schaden. Grobe Verschmutzungen bei Marmorflächen und Grabsteinen sollte deshalb immer nur der Fachmann entfernen.

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