Syenit

Syenite bilden gemeinsam mit den Monzoniten eine eigene Gruppe von plutonischen Gesteinen (Tiefengesteinen). Plutonite sind magmatische Gesteine, die Bildung erfolgt tief in der Erdkruste.

Im Vergleich zu Granit enthalten sie nur wenig Quarz, der Unterschied zwischen Syeniten und Monzoniten liegt nur in unterschiedlchen Anteilen von Plagioklas- und Kalifeldspaten (bei Syeniten überwiegend Kalifeldspate im Mineralbestand). Chemisch sind Syenite dem Trachyt gleich.

Der Name Syenit nimmt Bezug auf den Fundort Syene am Sinai in Ägypten, dort handelt es sich beim gefundenen Gestein aber eher um eine Granitvariante.

Zusammensetzung

Alkalifeldspäte wie Orthoklas oder Mikroklin überwiegen beim Syenit, der Plagioklas-Anteil ist zwar meist vorhanden, aber deutlich geringer. Als Sonderbezeichnung gilt die Bezeichnung „Alkalifeldspatsyenit“ immer dann, wenn der Anteil der Plagioklase auf unter 10 % sinkt. Daneben kommt als Hauptgemengeanteil auch noch Nephelin vor.

Ein höherer Quarzanteil ist möglich (bis etwa 20 %), die Bezeichnung lautet dann „Quarzsyenit“. Zusätzlich können auch noch Foide (Feldspatvertreter) auftreten, in diesem Fall wird in der geologischen Fachsprache dann von einem foid-führenden Syenit gesprochen.

Nebengemengeanteile bei Syeniten sind neben den Hornblenden auch Augit, Leucit, Apatit, Magnetit, Sodalith, sowie Eudialyt und Ilmenit.

Mafische Minerale (dunkel gefärbte Minerale wie Biotit, Hornblende, Olivin oder Klinopyroxen) sind meist nur in sehr geringen Mengen vorhanden.

Da die genaue Bestimmung der Zusammensetzung nach Hauptgemengeanteilen und Nebengemengeanteilen oft schwierig ist, ordnet man für eine bessere Einteilung Syenite zu bestimmten Gruppen zusammen, die jeweils einen eigenen Namen haben:

  • Larvikite (Syenite mit Anorthoklas, Mittel-Form aus Syeniten und Monzoniten, grün oder blau gefärbt)
  • Nordmarkite (Syenite mit Mikroklin, dazu Alkalipyroxen und Alkaliamphibol, oft Titanit)
  • Pulaskite (Syenite mit Nephelin)
  • Lusitanite (Syenite mit Mikroklin, dazu rund 50 % Riebeckit)

Aussehen und Eigenschaften

Syenite sind den Graniten durchaus sehr ähnlich, sie weisen auch das gleiche richtungslose und körnige Gefüge auf, das auch für Granit kennzeichnend ist. Die Färbung ist meit hellgrau bis rötlich, kann bei einzelnen Syeniten aber auch deutlich dunkler sein.

Auch die Korngröße kann sehr unterschiedlich sein – während weitaus die meisten Syenite ein mittel- bis grobkörniges Gefüge haben, sind durchaus auch sehr feinkörnige oder auch riesenkörnige Varianten möglich. Als Gestein sind Syenite sehr hart und lassen sich gut polieren.

Vorkommen und Verwendung

Syenit tritt häufig zusammen mit anderen plutonischen Gesteinen (Granit, Granodiorit, Diorit) in geringerer Menge auf, sie sind also praktisch überall auf der Welt verbreitet. Bedeutendere Fundorte in Deutschland liegen etwa im Schwarzwald, im Odenwald, im Thüringer Wald und in der Oberlausitz. Europaweit ist ein besonders wichtiges Vorkommen in Norwegen (von dem der Larvikit seinen Namen hat).

Sowohl als Baumaterial als auch als Ausgangsmaterial für Kunstwerke und steinbehauende Arbeiten sind Syenite schon seit dem frühen Altertum in Verwendung. Heute finden sie vor allem als Natursteine (Kardinal Rot, Balma, Emerald Pearl) auch wegen ihrer hohen Härte und guten Polierbarkeit vielfach Verwendung. Auch als Pflastersteine und Ziersteine sind Syenite heute verbreitet, der Einsatz als Stein für Fassadenverkleidungen ist ebenfalls möglich.

Fazit

Wie alle Plutonite, die sich tief in der Erdkruste durch Abkühlung von heißen, flüssigen Magmen bilden, gehört auch Syenit zu den faszinierenden Gesteinen. Aus der heißen Gesteinsschmelze können sich dann ganz unterschiedliche Varianten ausbilden, die man oft auch als Geschiebe finden kann, das von weit entfernten Orten stammt.

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